Schalke-Manager Heldt entschuldigt sich nach Pokalpleite bei Fans

Andreas Ernst, aufgezeichnet in der Mixed Zone
Enttäuscht: Schalke-Manager Horst Heldt.
Enttäuscht: Schalke-Manager Horst Heldt.
Foto: imago
Schalke-Manager Horst Heldt holt nach der 1:3-Pokalniederlage gegen Hoffenheim zum Rundumschlag aus. Er war "maßlos enttäuscht" und fand das Auftreten der Mannschaft in der ersten Halbzeit "extrem negativ".

Gelsenkirchen. Schalke wollte ins DFB-Pokalfinale in Berlin - und hat nun erste Saisonziel schon Anfang Dezember verfehlt. Wie groß ist die Enttäuschung nach der 1:3-Niederlage gegen Hoffenheim?

Horst Heldt: "Ich kann mich nur bei den Fans entschuldigen. Wenn wir in der ersten Halbzeit annähernd das geleistet hätten, was unsere Fans über 90 Minuten geleistet haben, wären wir nicht ausgeschieden. Das ist sehr enttäuschend, da fehlen einem erst einmal die Worte. Wir haben nach dem 0:1, selbst nach dem 0:2, Harakiri gespielt. Wir hatten keine Absicherung mehr, waren sorglos in der Defensivarbeit. Trotz eines Aufbäumens in der zweiten Halbzeit war nicht viel Plan dahinter. Das ist sehr bitter."

Innerhalb von 14 Minuten gab es drei Gegentore - nicht zum ersten Mal ist Schalke nach einem Gegentreffer zusammengebrochen. Wie ist das zu erklären?

Heldt: "Was heute stattgefunden hat, habe ich so noch nicht erlebt. Das ist maßlos enttäuschend - mehr kann ich ihnen an Antworten heute nicht liefern."

Es stand zum zweiten Mal hintereinander die gleiche Startelf auf dem Platz - die gleichen Spieler, die am Samstag beim 3:0 gegen Stuttgart noch glänzten, standen heute neben sich. Wie ist das zu erklären?

Heldt: "So kurz nach dem Spiel ist es schwierig, da eine Antwort zu finden. Ein so extrem negatives Auftreten von allen in der ersten Halbzeit war nicht vorhersehbar. Wir müssen nun Antworten finden. Gegen Mönchengladbach muss am Samstag jeder einzelne Spieler anders auftreten. Bei allem Respekt vor Hoffenheim - Gladbach hat eine andere Qualität."