Schalke-Krise verschärft sich: 0:1 beim SC Freiburg

Schalkes Trainer Domenico Tedesco kann den Freiburger Treffer nicht fassen.
Schalkes Trainer Domenico Tedesco kann den Freiburger Treffer nicht fassen.
Foto: firo
Eigentlich wollte sich Schalke in Freiburg aus der Krise schießen. Am Ende aber stand die fünfte Niederlage - trotz vieler Wechsel.

Freiburg.. Die Krise beim FC Schalke 04 spitzt sich weiter zu. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco verlor am Dienstagabend beim SC Freiburg mit 0:1, Florian Niederlechner war nach 52 Minuten der Torschütze. Der Negativ-Startrekord aus der Saison 2016/17 ist somit eingestellt - es war die fünfte Niederlage im fünften Ligaspiel.

Domenico Tedesco lief während der 90 Minuten auf und ab, er gestikulierte wild. Als die Partie beendet war, stand er regungslos in seiner Coaching-Zone, die Hände hatte er tief in den Hosentaschen vergraben. Die pure Verzweiflung.

Dabei hatte Tedesco nach vier Niederlagen in Folge in Freiburg nichts unversucht gelassen und sein Team im Vergleich zum Spiel gegen Bayern München am Samstag auf sechs Positionen umgestellt. Auch das Spielsystem änderte der 33-Jährige. Schalke spielte hinten mit einer Viererkette, Naldo saß zum ersten Mal in Tedescos Amtszeit auf Schalke auf der Bank. Auch die Neuzugänge Sebastian Rudy und Mark Uth blieben zunächst draußen. Neben Breel Embolo stürmte Cedric Teuchert - zum ersten Mal von Beginn an in dieser Saison. Aber auch diese Maßnahmen fruchteten nicht.

Ein weiteres Signal hatte Tedesco bereits vor dem Spiel gesendet. Er strich Franco Di Santo aus dem Kader, der Stürmer blieb auf Schalke. Trotz mehrfacher persönlicher und öffentlicher Entschuldigung nach seinem Wortgefecht, das er sich bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern München mit Tedesco lieferte, zog der Schalker Trainer Konsequenzen.

Die Partie begann turbulent. Cedric Teuchert traf bereits nach fünf Minuten per Abstauber zur vermeintlichen Schalker Führung, der Videobeweis belegte aber: Teuchert stand im Abseits. Auf der anderen Seite hatte Freiburgs Marco Terrazzino die Chance zur Freiburger Führung, nach einem Stellungsfehler von Hamza Mendyl schoss er den Ball freistehend über das Tor.

Der Einsatz stimmte bei den Schalkern. Das Bemühen war ihnen, wie in jedem Spiel in dieser Saison, nicht abzusprechen. Aber das reicht in der Bundesliga eben nicht. Zu selten fanden sie bei ihren Angriffen aber die Lücke in der sehr kompakten Defensive der Freiburger, die sich häufig komplett in die eigene Hälfte zurückzogen. Der sehr agile Yevhen Konoplyanka dribbelte auf der linken Seite zwar immer wieder an, blieb aber häufig hängen.

Trotzdem hatten die Freiburger Glück, dass es torlos in die Halbzeitpause ging, denn Schalke traf zweimal den Pfosten. Zunächst bei einem Schuss von Linksverteidiger Hamza Mendyl, der gegen den Innenpfosten prallte. Nach Zuspiel von Konoplyanka zog der Marokkaner in der 41. Minute von der Strafraumgrenze ab. Freiburgs Torwart Alexander Schwolow wäre ebenso chancenlos gewesen wie kurz vor dem Pausenpfiff, als Daniel Caligiuri einen Freistoß aus 30 Metern vor das Tor brachte.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte den Freiburgern, ohne Schalkes Torwart Ralf Fährmann allerdings ernsthaft zu prüfen. Bis zur 52. Minute, bis zur Führung durch Florian Niederlechner. Einen Schuss von Christian Günter ließ Fährmann nach vorne abklatschen, Niederlechner schaltete schnell und traf zum 1:0. Zuvor hätte Suat Serdar den Ball im Mittelfeld allerdings klären müssen. Tedesco nahm Teuchert vom Feld und brachte Mark Uth. Schalkes Offensive blieb aber harmlos. Trotz Feldüberlegenheit fehlten die Mittel, um den Sportclub zu knacken. Bis auf eine Chance von Guido Burgstaller in der 90. Minute brachte Schalke nichts zustande. Auf der anderen Seite hätten Marco Terrazzino und Dominique Heintz die Führung sogar noch ausbauen können.

Viel Zeit, die fünfte Niederlage in Folge zu verarbeiten, bleibt Schalke nicht. Schon am Samstag ist der FSV Mainz 05 zu Gast in der Arena. Dann gilt es für Domenico Tedesco und sein Team, den Negativ-Startrekord nicht auch noch zu brechen.

 
 

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