Schalke ins Trainingslager gestartet - Fährmann selbstsicher

Manfred Hendriock
Schalke-Torhüter Ralf Fährmann will sich in Doha als Nummer eins etablieren.
Schalke-Torhüter Ralf Fährmann will sich in Doha als Nummer eins etablieren.
Foto: Joachim Kleine-Brüning / WAZ-FotoPool
Bei besten äußeren Bedingungen hat Schalke 04 im Trainingslager in Katar die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgenommen. Eine Baustelle scheint bereits geschlossen: Ralf Fährmann geht davon aus, dass er die Nummer eins bleiben wird. Wir berichten aus Katar.

Doha. Wenn es zum Schluss der ersten Serie eine positive Entwicklung auf Schalke gab, dann fand sie zwischen den Pfosten statt: Seit Ralf Fährmann im November Timo Hildebrand als Stammtorwart abgelöst hat, ist Ruhe in der Schalker Kiste. Insgesamt acht Pflichtspiele, davon zum Schluss sieben hintereinander, konnte der 25-Jährige absolvieren, und er hat seine Chance genutzt. „Ich bin wieder zurück, und das konnte ich in den letzten Spielen auch zeigen“, resümierte Fährmann am Samstag im Schalker Trainingslager in Doha/ Katar.

Schalke-Spieler Meyer und Fährmann loben Top-Bedingungen

In den letzten drei Spielen vor der Winterpause blieb Schalke sogar dreimal ohne Gegentor – eine Statistik mit Seltenheitswert in der jüngeren Vergangenheit. Und deswegen gibt es für Trainer Jens Keller auch keinen Grund, an der Rangfolge zwischen den Pfosten irgendetwas zu ändern: Ralf Fährmann wird auch im neuen Jahr Schalkes Nummer eins bleiben. „Der Trainer hat mit mir zwar noch nicht darüber gesprochen, aber ich gehe davon aus, dass ich als Nummer eins in die Rückrunde starten werde“, sagt Fährmann selbstbewusst. Im Trainingslager in Katar will der frühere U-21-Nationaltorwart diesen Status untermauern.

Bei der ersten Einheit am Samstagvormittag ließ es Trainer Jens Keller noch vergleichsweise ruhig angehen: Nachdem Schalke in der Nacht zum Samstag erst morgens gegen 1.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MEZ) im Mannschaftshotel The Torch eingetroffen war, stand zunächst eine Laufeinheit zur Lockerung der Muskulatur auf dem Programm. „Die Anreise war schon ein bisschen stressig, sie dauerte ja fast den ganzen Tag“, sagt Fährmann. Aber er ist sicher, dass sich der Trip in die Wüste für Schalke auszahlen wird: „Wir haben hier Top-Bedingungen, die Anlage ist 1 a.“ Ein Eindruck, den Max Meyer bestätigt: „Wir haben hier beste Bedingungen, um uns auf die Rückrunde vorzubereiten. Ich hoffe, wir werden sie nutzen.“ Bei der zweiten Einheit am Nachmittag um 16 Uhr sollte es schärfer zugehen.

Leihgabe Kirchhoff trainierte das erste Mal mit der Mannschaft

Schalke ist zum dritten Mal hintereinander im Januar in der Aspire-Academy zu Gast. Diesmal klappte auch die Anreise: Zum ersten Mal gab es beim gesamten Tross keine Visa-Probleme, nachdem im Vorjahr zum Beispiel der Peruaner Jefferson Farfan noch Schwierigkeiten bei der Einreise hatte. Diesmal reisten Farfan, Kevin-Prince Boateng, Roman Neustädter und auch Trainer Jens Keller individuell direkt aus dem Urlaub nach Doha, die anderen Spieler und Betreuer waren auf zwei Maschinen der Qatar-Airlines aus München und Frankfurt verteilt.

In der Münchner Maschine saß auch Jan Kirchhoff, die Leihgabe von Bayern München. Am Samstagvormittag trainierte er das erste Mal mit der Mannschaft, und danach sagte Max Meyer über den neuen Kollegen: „Ich glaube, das ist ein guter Typ. Ich hoffe, dass er ein bisschen Erfahrung von den Bayern mitbringt, denn es hilft einem auch, wenn man ein halbes Jahr mit solchen Superstars trainieren kann.“