Gelsenkirchen

Sky-Experte lästert über Schalke – mit diesen wirren Aussagen

Der FC Schalke wurde für seine Transfer-Strategie kritisiert.
Der FC Schalke wurde für seine Transfer-Strategie kritisiert.
Foto: imago/DeFodi

Gelsenkirchen. Kaum hat der FC Schalke das Kunststück fertiggebracht, mit Rabbi Matondo einen hochtalentierten Angreifer nach Gelsenkirchen zu locken, da gibt es in Bezug auf den Transfer auch gleich den ersten Kritiker.

Jan Aage Fjörtoft findet die Transfer-Strategie von Schalke und anderer Bundesligisten nicht richtig. „Jadon Sancho hat das alles vorgemacht. Das ist jetzt der Trend in Deutschland: Wir holen nur Spieler aus England, die 17 oder 18 sind, und wir bezahlen unglaublich viel Geld, und die Engländer reiben sich die Hände“, sagte der ehemalige Bundesliga-Stürmer im Sky-Talk „Wontorra“.

Schalke: Fjörtoft kritisiert Transfer-Strategie

Fjörtoft bezog sich auf Spieler wie Jadon Sancho (18/Dortmund/kam von ManCity), Reiss Nelson (19/Hoffenheim/Arsenal), Javairo Dilruson (20/Hertha BSC/ManCity), Emile Smith Rowe (18/RB Leipzig/Arsenal) oder eben Matondo, der in der vergangenen Woche für knapp 10 Millionen Euro von Manchester City zu Schalke gewechselt war.

Dann sprach Fjörtöft über Callum Hudson-Odoi. Der FC Bayern wollte den 18-jährigen Flügelflitzer unbedingt verpflichten, war sich mit dem Spieler des FC Chelsea sogar schon einig. Dem Vernehmen nach boten die Bayern fast 40 Millionen Euro für den Engländer. Doch Chelsea blockte im letzten Moment ab.

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Rangnick kontert Fjörtoft-Thesen

Dass die Münchner diesen Spieler holen wollten, kann Fjörtoft nicht nachvollziehen. „Das ist ein Perspektivspieler“, meint der Norweger: „Hudson-Odoi hat 74 Minuten gespielt! Er spielt in einer Chelsea-Mannschaft nicht, die dieses Jahr nicht so gut ist. Das wäre dann der Stareinkauf von Bayern.“

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Ralf Rangnick hakte sofort ein. Der Trainer von RB Leipzig entgegnete: „Jadon Sancho hatte zum Zeitpunkt der Verpflichtung noch keine Sekunde in der Premier League gespielt, also das allein ist noch nicht das Argument.“

„Man kann Borussia Dortmund nur gratulieren“

Rangnick verteidigte diese Transfer-Strategie: „Wer jetzt Sancho spielen sieht, kann Borussia Dortmund nur gratulieren. Wir waren damals an dem Jungen auch dran. Das ist ein Ausnahmetalent.“

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Der RB-Coach weiter: „Der Grund, warum das so ist, liegt auf der Hand: Diese jungen Spieler kommen von einem der sechs englischen Spitzenclubs, und bei keinem dieser Spitzenclubs haben die Jungs eine Chance zu spielen, weil die Vereine aufgrund des vielen Geldes noch in ganz anderen Regalen Spieler suchen und holen.“

Englische Clubs lassen Talente ziehen

Ein weiteres Argument, das Fjörtoft offenbar recht exklusiv hat, war seine Aussage, die Engländer rieben sich aufgrund dieser Verkäufe die Hände. Für Sancho und Matondo kassierte Manchester City jeweils nicht mal 10 Millionen Euro Ablöse. Das sind für den Scheich-Club fast schon lächerlich kleine Beträge. Dilruson wechselte sogar ablösefrei. Nelson und Smith-Rowe sind zudem lediglich Leihgaben.

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Manchester City wird sich speziell über die Abgänge von Sancho und Dilruson eher in der Allerwertesten beißen. Beide Flügelstürmer spielen eine hervorragende Saison und haben ihren Marktwert seit ihrem Abgang von Manchester City vervielfacht.

Und auch Matondo zeigte bei Schalke schon gleich in seinen ersten Einsätzen, welches Potenzial er hat.

 
 

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