Schalke fährt ohne Angst zum Derby nach Dortmund

aufgezeichnet von Andreas Ernst
Horst Heldt und Huub Stevens hoffen auf den Derbysieg in Dortmund.
Horst Heldt und Huub Stevens hoffen auf den Derbysieg in Dortmund.
Foto: imago
Zuletzt verlor Schalke 04 gegen Borussia Dortmund drei Bundesligaspiele in Folge. Trotzdem gehen die Königsblauen selbstbewusst ins Spiel beim Meister. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“, sagte Trainer Huub Stevens am Donnerstag.

Gelsenkirchen. Horst Heldt verabschiedete sich am Donnerstag nach der offiziellen Pressekonferenz mit einem Witz. „Und denken Sie daran, rief Heldt den Journalisten zu: „Alle, die aus Gelsenkirchen kommen, müssen ihre Nummernschilder abschrauben.“ Vorher blieben Heldt, Trainer Huub Stevens und Kapitän Benedikt Höwedes sehr ernst und lobten vor dem 141. Pflichtspielderby (Samstag, 15.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) den Gegner Borussia Dortmund.

Trainer Huub Stevens über das Derby: „Ich hoffe, dass es ein gutes Spiel wird. Ich glaube, dass wir unsere Qualitäten bringen können. Das haben wir im letzten Heimspiel gegen Dortmund in der vergangenen Saison gezeigt. Leider war das Ergebnis nicht positiv.“

Stevens über den Tabellenstand – Schalke steht zurzeit vor dem BVB: „Die Tabelle lügt erst nach 34 Spielen nicht. Es sind vorher immer Momentaufnahmen, so habe ich das immer gesagt.“

Stevens über seine Taktik: „Ich werde jetzt doch nicht meinem Kollegen verraten, wo wir gut sind. Das tut er auch nicht.“

Stevens über Borussia Dortmund: „Sie sind in den letzten zwei Jahren Meister geworden, wir nicht. Alle sind gefragt. Wir haben Respekt vor Dortmund, aber Angst ist ein schlechter Ratgeber.“

Manager Horst Heldt über seine Erwartungen: „Was ich mir erhoffe und erwünsche, ist, dass wir ein Spiel abliefern, das die Leistungsbereitschaft der Mannschaft widerspiegelt. Dass wir respektvoll mit dem Gegner umgehen, aber ohne Angst agieren und möglichst versuchen, die ganze Qualität, auf den Platz zu bringen. Wie das Ergebnis sein wird, weiß ich selbst nicht. Das Auftreten ist entscheidend und sehr, sehr wichtig.“

Heldt über eine mögliche Ansprache vor dem Spiel: „Der Trainer muss die richtigen Worte finden. Ich muss da nicht wie ein Hampelmännchen rumlaufen, um mich selbst zu beruhigen. Ich glaube nicht, dass ich irgendeinen von uns besonders motivieren muss.“

Kapitän Benedikt Höwedes über das Selbstbewusstsein vor dem Derby: „Ich glaube,selbstbewusst können wir sein, auch weil wir tabellarisch gut dastehen. Wir haben gute Spiele absolviert, erfolgreichen Fußball gespielt. Natürlich war das Spiel gegen Bayern München nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wir haben zu Hause gegen Dortmund in der vergangenen Saison eine engagierte und couragierte Leistung gezeigt, die möchten wir auch Samstag in Dortmund präsentieren, auch wenn Dortmund eine hervorragende Mannschaft ist, sehr lange zu Hause ungeschlagen ist. Es spielt keine Rolle, in welcher Phase die Dortmunder stecken. Dortmund gegen Schalke sind besondere Spiele, von besonderer Brisanz getragen.“

Höwedes zur Frage, ob Derbys noch besondere Spiele sind: „Ich bin so lange auf Schalke und habe so viele Derbys schon in der Jugend gespielt. Die Spiele waren da schon immer etwas Besonderes. Da waren immer mehr als 100 Leute, teilweise 500 bis 1000. Die Stimmung war da schon aufgeheizt. Man hat schöne Siege auch dort gefeiert. Ich freue mich tierisch.“

Höwedes über Marco Reus: „Marco verfügt über außergewöhnliche Qualitäten und über einen sensationellen Schuss. Da sollten wir zu verhindern wissen, ihn zum Schuss kommen zu lassen. Das wird entscheidend sein.“