Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Warum die Entlassung von Tedesco wie ein Fehler wirkt – der Verein aber trotzdem so handeln musste

Domenico Tedesco: Die stärksten Bilder seiner Zeit auf Schalke

Seit dem 1.Juli 2017 ist Domenico Tedesco Trainer auf Schalke. Wir blicken auf die stärksten Bilder seiner Zeit auf Schalke.

Seit dem 1.Juli 2017 ist Domenico Tedesco Trainer auf Schalke. Wir blicken auf die stärksten Bilder seiner Zeit auf Schalke.

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Gelsenkirchen. Das Trainer-Theater zwischen dem FC Schalke 04 und Domenico Tedesco endete mit einem großen Knall.

Als die Fans des FC Schalke 04 glaubten, dass Domenico Tedesco eine weitere Chance bekommt, wurde der 33-Jährige doch vor die Tür gesetzt.

Domenico Tedesco: Der richtige Trainer für Schalke

Diese Entscheidung wirkt aus vielen Gründen wie ein großer Fehler. Und so paradox es klingen mag: Schalke blieb kaum eine andere Wahl als diesen Fehler zu begehen.

Fans und Experten sind überzeugt: Domenico Tedesco wäre auf Schalke der richtige Trainer für einen Neuanfang im Sommer gewesen. Das hatte der Coach bereits bewiesen, als er im Juli 2017 den Posten bei den Königsblauen übernommen hatte.

Damals bastelte der akribische Taktikfuchs aus einer unsicheren Schalker Truppe eine funktionierende Einheit. Die vielen neuen, jungen Spieler riss er mit seiner authentischen Art sofort mit.

Tedesco: Kompetent und authentisch

In der Branche gilt er als einer der kompetentesten Männer der neuen Trainer-Generation. Glaubhaft identifizierte Tedesco sich bis zum Schluss mit Schalke 04, und die Fans zahlten es ihm mit erstaunlichem Zuspruch zurück. Bis zur letzten Sekunde gab es auf Schalke keine "Tedesco raus"-Rufe.

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Dass der Deutsch-Italiener mit seiner Art und wegen seiner Kompetenz der richtige Trainer für Schalke ist, wissen auch die Vereinsverantwortlichen. Genau deshalb hatte es wohl so lange gedauert, bis sie die Reißleine zogen. In anderen Konstellationen wäre für einen Trainer bei einer derart enttäuschenden Saison sicher deutlich eher Schluss gewesen.

Schalke wollte ganz offensichtlich unbedingt mit Tedesco die Trendwende schaffen, weil der Club von den Fähigkeiten des Trainers überzeugt ist.

Absturz zwang Schalke zum Handeln

Doch die Trendwende lässt mittlerweile ganz schön lange auf sich warten. So lange, dass Schalke plötzlich wieder mitten im Abstiegskampf steckt. Und so lange, dass Schalke plötzlich vor einem gewaltigen Dilemma stand.

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Will man ernsthaft einen Trainer entlassen, den man doch eigentlich als großen Glücksgriff empfindet? An einem solchen Coach muss man als Verein doch festhalten. Aber was, wenn es mit diesem Trainer in den kommenden Wochen weiter bergab geht? Was, wenn man an diesem Trainer festhält und der Verein am Saisonende tatsächlich absteigt?

Dann müssten Sportvorstand Jochen Schneider und Co. sich dafür verantworten, warum sie dem Untergang tatenlos zusahen.

Der Verein ist größer als alle

In den vergangenen Wochen wurde Tedesco häufiger gefragt, ob er es nicht unfair fände, dass die ganze Verantwortung in der Krise auf seine Schulter geladen wird. Seine Antwort war immer die gleiche: "Es geht hier nicht um mich. Es geht um den Verein. Der Verein ist größer als alle."

Genau diesem Motto fiel Tedesco nun selbst zum Opfer.

 
 

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