Schalke bekommt schon nach Halbfinal-Einzug Geld für Manuel Neuer

Andreas Ernst
Der FC Bayern steht im Halbfinale der Champions League - und Schalke freut sich.
Der FC Bayern steht im Halbfinale der Champions League - und Schalke freut sich.
Foto: Imago
Der FC Bayern steht im Halbfinale der Champions League - und Schalke freut sich. Denn schon jetzt gibt es einen beträchtlichen finanziellen Nachschlag als Folge des Transfers von Manuel Neuer. In den Schalke-Splittern geht es außerdem um den BVB und Matthias Sammer.

Gelsenkirchen. Auch Schalke-Manager Horst Heldt saß am Mittwoch vor dem Fernseher und schaute sich das Champions-League-Viertelfinalspiel zwischen dem FC Bayern und Manchester United an - "bei Sky, nicht im ZDF", wie er schmunzelnd bemerkte. Über den Einzug der Bayern ins Halbfinale freute sich Heldt "auch aus wirtschaftlicher Sicht." Der Grund: Die Vereinbarungen beim Transfer von Manuel Neuer im Sommer 2011 beinhalten, dass die Schalker schon bei einem Halbfinaleinzug des FCB einen beträchtlichen finanziellen Nachschlag erhalten. Auf dem Schalker Konto ist das Geld allerdings noch nicht eingetroffen. "Wir haben um 22.30 Uhr keine Rechnung geschrieben. Ganz unverschämt sind wir nicht", sagte Heldt und lachte danach laut.

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Auch am Dienstagabend gönnte sich Heldt einen entspannten Fußballabend und sah sich die Gala des eigentlich ungeliebten Nachbarn Borussia Dortmund gegen Real Madrid (2:0) an. Von Heldt gab's ein dickes Lob für den BVB: "Der BVB hat eine Klassepartie abgeliefert. Machen die Dortmunder das 3:0, fällt auch das 4:0."

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Am Samstag (18.30 Uhr, live in unserem Ticker) treffen der FC Bayern und der BVB im direkten Duell aufeinander. Heldt hatte den FC Bayern für die ungewöhnliche Aufstellung bei der 0:1-Niederlage in Augsburg am vergangenen Samstag kritisiert. Diesmal, prophezeit Heldt, wird Bayern-Trainer Pep Guardiola nicht auf eine C-Elf setzen. "Ich gehe davon aus, dass beide Mannschaften in diesem Prestigeduell das Beste stellen", sagt Heldt. Für die Königsblauen wäre das nicht unwichtig: Die Schalker wollen den BVB in der Tabelle noch überholen und den zweiten Platz erreichen.

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Heldt betonte, dass er nicht der einzige Verantwortliche in der Bundesliga gewesen sei, der sich über die Bayern aufregte. Außer ihm hatte sich aber nur Frankfurts Trainer Armin Veh vehement öffentlich beklagt. "Es gibt auch in der Liga eine stille Post. Ich habe keinen gehört, der sich nicht aufgeregt hat. Es haben nur die wenigsten den Mut aufgebracht, das zu sagen", erklärte Heldt.

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Eine Eiszeit herrscht zwischen Heldt und Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer, der vor dem Bayern-Spiel gegen ManUnited betont hatte, "keine Ratschläge aus der Liga zu brauchen". Heldt reagierte kühl: "Die Liga braucht auch keine Ratschläge von Matthias Sammer." Persönlich hörte Heldt Sammers Worte nicht. Denn der Bayern-Boss sprach sie im ZDF aus. Und Heldt hatte ja Sky eingeschaltet.