Schalke bei PAOK Saloniki: Sicherheitskonzept ist das gleiche wie 2015 gegen den BVB – das machte schon damals Probleme

Als der BVB bei PAOK Saloniki spielte, gab es heftige Ausschreitungen.
Als der BVB bei PAOK Saloniki spielte, gab es heftige Ausschreitungen.
Foto: Daniel Sobolewski
  • Am 16. Februar gastiert Schalke bei PAOK Saloniki
  • Das Europa-League-Spiel hat eine besondere Brisanz
  • Die Polizei hofft, mit dem gleichen Sicherheitskonzept wie beim BVB-Spiel im Toumba-Stadion Krawalle zu vermeiden

Thessaloniki. Am Donnerstag (16. Februar) geht es für Schalke 04 zum Europa-League-Auswärtsspiel zu PAOK Saloniki. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs ist vielen königsblauen Fans noch in sehr schlechter Erinnerung.

Im August 2013 spielte Saloniki in der Schalke-Arena. Damals präsentierten S04-Fans eine mazedonische Fahne, was die Griechen als heftige Provokation verstanden.

87 Verletzte nach Polizeieinsatz

Die Situation eskalierte, als Polizisten die Fahne aus Block N holen wollten. Ein in den Augen vieler Beobachter völlig überzogener Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken sorgte für 87 Verletzte.

Nun treffen die beiden Klubs erneut aufeinander. Besonders die griechischen Fans werden die vermeintliche Provokation noch im Gedächtnis haben.

Schalke warnt vor PAOK-Fans

Dass die PAOK-Fans keine Kinder von Traurigkeit sind, zeigen bereits die Warnungen auf der Schalke-Website in den Infos zum Auswärtsspiel in Thessaloniki.

„Am Spieltag hat die griechische Polizei den Platz am Weißen Turm als Treffpunkt für Schalke-Fans vorgeschrieben und kann nur dort einen sicheren Aufenthalt garantieren“, heißt es dort. „Vom Versuch, auf eigene Faust zum Stadion zu gelangen, wird dringendst abgeraten!“

Schalke-Fans sollten keine Fanartikel tragen

Weil die Fans von PAOK laut Schalke „ohnehin nicht für übermäßige Freundlichkeit gegenüber internationalen Gästen bekannt“ sind, sollten mitreisende Königsblaue komplett auf das Tragen von Fanartikeln verzichten und nicht in größeren Gruppen auftreten.

Vom Treffpunkt am Weißen Turm geht es für die Schalker nach einer ersten Personenkontrolle mit Shuttle-Bussen direkt vor den Gäste-Eingang des Toumba-Stadions. Dort wird es weitere Kontrollen geben, bevor sie durch vier Stahl-Drehkreuze ins Stadion gelangen.

Gleiche Sicherheits-Strategie wie gegen den BVB

Genauso sah auch das Sicherheitskonzept aus, als Borussia Dortmund 2015 bei PAOK Saloniki gastierte. Das sind allerdings erstmal keine guten Nachrichten.

Auch die BVB-Fans haben eine Geschichte mit Thessaloniki: Teile der Dortmunder Ultras-Szene haben eine enge Freundschaft mit den „Super 3“, den Ultras von PAOKs Erzfeind Aris Saloniki. So waren auch die Borussen besonders unerwünschte Gäste in der griechischen Hafenstadt.

Chaos im Stadion

Auch damals trafen sich die BVB-Fans am „Weißen Turm“ und wurden mit Shuttle-Bussen zum Stadion gebracht. Bereits an der Personenkontrolle vor dem Bus-Einstieg war es – auch durch die rabiate Vorgehensweise der Polizisten - zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Polizei und deutschen Fans gekommen.

Im Stadion eskalierte die Situation schließlich, als Dortmunder Chaoten Pyrotechnik zündeten und auf Polizisten und in benachbarte Blöcke warfen. Mit Schlagstöcken trieben die griechischen Ordnungshüter die BVB-Fans im Block zusammen, es flogen Fäuste und herausgerissene Sitze.

Platzsturm durch PAOK-Fans

Einige PAOK-Fans, die sich dadurch und durch die „Aris Aris“-Rufe des Dortmunder Anhangs provoziert fühlten, stürmten nach Abpfiff das Spielfeld und machten sich mit Gegenständen und Pyrotechnik bewaffnet auf zum Gästeblock. Sie wurden von der Polizei jedoch in ihren Block zurückgedrängt.

Mit dem gleichen Sicherheitskonzept sollen nun die Schalke-Fans heile durch den Spieltag gebracht werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Polizei-Strategie diesmal besser aufgeht. Dafür sollten sich die Königsblauen auch mit Provokationen durch im Gästeblock verbotene mazedonische Fahnen zurückhalten, bittet Schalke 04.

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