Schalke auf dem Sprung ins Finale - 2:1 in Karlsruhe

Felix Schröter (links) und Daniel Koseler
Felix Schröter (links) und Daniel Koseler
Foto: Bongarts/Getty Images
Schalke macht den ersten Schritt in Richtung Deutscher A-Jugend-Meisterschaft: Das Team von Trainer Norbert Elgert gewinnt das Halbfinal-Hinspiel in Karlsruhe 2:1.

Karlsruhe.. Norbert Elgert ist ein Mann für gewisse Rituale, und so hatte er sich sein inzwischen legendäres T-Shirt von den „All Blacks“, der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft, wieder angezogen. Der Spruch darauf ist beim Trainer der Schalker U19 Programm: „Nichts ist so stark wie der Teamgeist“. Elgert hatte das T-Shirt 2012 nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft von seinen Spielern geschenkt bekommen, und gestern Abend machte die aktuelle Schalker U19 den ersten Schritt, um dieses Meisterstück zu wiederholen: Sie gewann das Halbfinal-Hinspiel beim Karlsruher SC mit 2:1 (1:0) und kann nun beim Rückspiel am Sonntag (16.30 Uhr / Arena) ins Endspiel einziehen.

Die Tore für Schalke erzielten Fabian Reese (24.) und Felix Schröter (50., Foulelfmeter), für den KSC verkürzte Samir Frank (57.) nach einer Unachtsamkeit in der Schalker Abwehr. Elgert warnte aber, dass das Finale noch nicht erreicht sei: „Das sind nur 50 Prozent“, sagte er und fand das Defensivverhalten seiner Spieler ungewöhnlich: „Wir haben in einem Spiel so viele Chancen zugelassen wie sonst in vier oder fünf Spielen nicht.“

Die Karlsruher waren von Beginn an die aktivere Mannschaft, aber dennoch hatte Schalke die erste Torchance: In der 7. Minute setzte Felix Schröter einen Heber neben das Tor. Obwohl der KSC auch danach eine enorme Zweikampfstärke in die Waagschale warf, ging Schalke in der 24. Minute in Führung. Allerdings profitierten die Gäste dabei von einer unglücklichen Aktion des Karlsruher Torwarts Flemming Niemann, der den Ball wegschlagen wollte, aber das Spielgerät nicht richtig traf: Felix Schröter roch den Braten, doch sein Schuss ging nur gegen den Innenpfosten – Fabian Reese war als Abstauber zur Stelle und erzielte im Nachsetzen das 0:1.

Schilder rettet den Sieg

Danach bekam Schalke das Spiel zwar besser in den Griff, aber eine Unachtsamkeit hätte um ein Haar zum Ausgleich geführt. Denn bei einer eigenen Ecke (Malanga vergab die Kopfballchance) vergaßen die Königsblauen die Absicherung nach hinten, doch Karlsruhes Yannick Dehm schoss nach einem Konter den Ball aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbei. Dehn hatte erst den unglücklich ausrutschenden Fabian Reese überlaufen und dann auch noch Schalkes Torwart Janik Schilder ausgespielt. Aber auch Schalke hatte vor der Pause noch weitere Gelegenheiten durch Daniel Koseler (38.) und einen Freistoß von Maurice Neubauer, bei dem der KSC-Torwart mit dem Fuß rettete.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte das Elgert-Team aber dann schnell auf 2:0. Joshua Bitter war von der rechten Seite in den Strafraum eingedrungen und wurde gefoult – Felix Schröter verwandelte denn fälligen Elfmeter eiskalt.

Doch weil die Karlsruher auch nach diesem Rückstand nicht aufsteckten und durch einen Kopfball ihres Torjägers Samir Frank nur sieben Minuten später zum Anschlusstreffer kamen, blieb das Spiel eine enge Angelegenheit. Für Schalke hätte der eingewechselte Felix Platte in der 71. Minute alles klar machen können, doch auch die Karlsruher hatten durch Adrian Scherer noch eine Riesenchance zum Ausgleich: Nur gut, dass Janik Schilder auch da hellwach war und mit einer Glanzparade in der 84. Minute den Sieg rettete.

Die etwa 200 mitgereisten Schalker Fans unter den 7217 Zuschauern im Wildparkstadion waren happy – und am Sonntag wollen sie in der Arena dann mit ihren Jungs den Einzug ins Finale feiern.

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