Gelsenkirchen

Schalke 04: Verhandlungen abgebrochen! Erhoffter Wechsel geplatzt

Jochen Schneider überrascht abermals mit einer Kehrtwende in der Transferpolitik.
Jochen Schneider überrascht abermals mit einer Kehrtwende in der Transferpolitik.
Foto: imago images / Jan Huebner

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 versucht seit Wochen, die aussortierten Nabil Bentaleb und Yevhen Konoplyanka loszuwerden. Bei beiden Spieler standen entsprechende Deals wohl schon vor dem Abschluss. Zuletzt wollte Ligakonkurrent Werder Bremen Bentaleb von S04 loseisen, Besiktas Istanbul buhlte öffentlich um Flügelspieler Konoplyanka.

Doch daraus wird wohl nichts! Gegenüber dem „Kicker“ sagte Jochen Schneider, Sportvorstand des FC Schalke 04, nun klar: „Ich gehe nicht davon aus, dass uns noch ein Spieler verlassen wird.“ Dabei schloss er Bentaleb und Konoplyanka ausdrücklich mit ein.

FC Schalke 04: Bremen kämpfte um Schalkes Bentaleb

Unwahrscheinlich, dass diese Aussagen wieder Teil des Vertragspokers mit Werder-Sportchef Frank Baumann sind. Zuvor hatte die Bremen-Seite bereits verkündet, dass Schalke Bentaleb in der kommenden Saison wieder integrieren wolle, was die Schalke-Chefetage allerdings sofort dementierte.

Fakt ist: S04 wollte Bentaleb, der sich mehrere disziplinarische Fehltritte erlaubt hatte, stets dringend loswerden. Allerdings nicht um jeden Preis: Immerhin bezahlten die Schalker im Jahr 2016 für den Algerier knapp 20 Millionen Euro. Seit der vergangenen Saison belastet er allerdings nur noch das Gehaltsbudget der Knappen.

Konoplyanka-Deal mit Besiktas geplatzt

Der Verkauf von Yevhen Konoplyanka an Besiktas Istanbul soll allerdings endgültig geplatzt sein. Der türkische Klub hatte dem FC Schalke 04 nach langwierigen Verhandlungen öffentlich ein Ultimatum gestellt. Besiktas-Präsident Fikret Orman zufolge forderte S04 plötzlich mehr Geld und sei auch nicht bereit gewesen, eine Ratenzahlung in sieben Raten zu akzeptieren.

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Der Klub nahm deshalb Abstand von einer Verpflichtung des Ukrainers. Andere Interessenten scheint es bis zuletzt nicht gegeben zu haben. Konoplyanka soll Berichten der „Bild“ zufolge auf Schalke knapp fünf Millionen Euro verdienen, er kam ebenfalls im Jahr 2016 – für 12,5 Millionen Euro.

Verhindert Schalke nun also zwei herbe Minusgeschäfte? Wagt die sportliche Führung gar eine Reintegration der beiden in die Mannschaft? Der Einstieg ins Teamtraining ist bei einem Nicht-Verkauf bis morgen Abend zumindest wieder möglich. (the)

 
 

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