Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Bewegende Rede! Als Stevens auf das größte S04-Problem angesprochen wird, sprudelt es plötzlich aus ihm heraus

Schalke-Trainer Huub Stevens hat bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Stuttgart eine flammende Rede gehalten.
Schalke-Trainer Huub Stevens hat bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Stuttgart eine flammende Rede gehalten.
Foto: imago images

Gelsenkirchen. Am Samstag erwartet der FC Schalke 04 den VfB Stuttgart zum letzten Heimspiel der Saison. Huub Stevens wird dann aller Voraussicht nach zum letzten Mal auf der königsblauen Trainerbank sitzen.

Den Klassenerhalt mit dem FC Schalke 04 nach der Entlassung von Domenico Tedesco zu schaffen, hatte der Interimstrainer in den vergangenen Wochen mehrfach als schwierigste Aufgabe seiner Karriere bezeichnet. Bei seiner Begründung holte Huub Stevens weit aus.

Schalke-Trainer Huub Stevens schießt mit flammender Rede gegen S04-Profis

Der Schalker Jahrhunderttrainer kritisierte die Entwicklung des modernen Fußballs, die auch direkten Einfluss auf die Mentalität einiger S04-Profis habe. Das Problem sei das liebe Geld. „Reichtum ist gefährlich“, warnt Huub Stevens bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Dann sprudelt es aus dem Niederländer heraus. „Wir haben eine egoistische Welt bekommen. Jeder denkt an sich selbst und nicht mehr an seine Mitmenschen.“ Eine Einheit in seiner Mannschaft zu bilden, sei ihm äußerst schwergefallen.

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Zwar hätte der ein oder andere Schritt zum Ende hin gefruchtet. Doch sein drittes Engagement auf Schalke habe gehörig an den Kräften gezerrt: „Das hat einige Kilos gekostet“, sagte Stevens vielsagend.

Sichtbar wurde in der kurzen Amtszeit vor allem die Suspendierung von Nabil Bentaleb und Hamza Mendyl. Ihre Disziplinlosigkeiten in der ernsten Schalker Lage konnte der „Knurrer aus Kerkrade“ nicht durchgehen lassen.

Fans vermissen Einheit

Es sind Maßnahmen, die unter den Schalker Fans breite Unterstützung fanden. Die hatten Domenico Tedesco nach seiner Entlassung gefeiert und Identifikationsfiguren auf dem Rasen zuletzt vergeblich gesucht.

Der Unmut der Fanszene gipfelte in der Ansage zweier Ultras nach der deftigen Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf Anfang März. Vor laufenden Kameras nahmen die Vorsänger Benjamin Stambouli damals als Symbol des Scheiterns der gesamten Mannschaft die Kapitänsbinde ab. Mehr dazu liest du hier >>>

Stevens braucht eine Pause

Huub Stevens steht die Erleichterung nach dem erreichten Klassenerhalt deutlich ins Gesicht geschrieben. „Wir sind alle glimpflich davongekommen“, sagt der 65-Jährige.

In den Schalker Aufsichtsrat will er gerne zurückkehren. Doch bis dahin soll noch etwas Wasser die Emscher hinunter fließen. Huub Stevens braucht nach dem Spiel gegen Stuttgart, mit dem sich die Schalker nach der miesen Saison vernünftig vor dem heimischen Publikum verabschieden wollen, eine Pause. Wer will es ihm verdenken?

Steven und Wagner tauschen sich aus

Mit dem neuen Trainer David Wagner hatte Stevens in der Zwischenzeit bereits Kontakt. „Ich habe ihm bestimmte Sachen gesagt“, verrät Stevens. Allerdings möchte er seinem alten Bekannten aus Eurofighter-Zeiten auch die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Bild über die Lage auf Schalke zu machen.

„Das Gespräch war angenehm“, betont Stevens. Am Ende hätten sich die beiden „ganz gemütlich“ über Schalke unterhalten.

 
 

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