Schalke 04 rackert sich zu Punkt in Gladbach – warum diese Szene den Fans so viel Hoffnung macht

Benito Raman hatte die Führung für Schalke 04 gegen Gladbach auf dem Fuß.
Benito Raman hatte die Führung für Schalke 04 gegen Gladbach auf dem Fuß.
Foto: imago images

Mönchengladbach. Zugegeben: Das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 (0:0) hat am Samstagabend wenig Anlass geboten, um mit der Zunge zu schnalzen. Wenig Strafraumszenen, wenig Spielfluss, dafür viel Pressing und Zweikämpfe.

Die Fans konnten jedoch über 90 Minuten ehrlichen Malocherfußball bestaunen, mit dem vor allem David Wagner bei seinem Debüt als Trainer von Schalke 04 am Ende zufrieden sein konnte. Besonders eine Szene aus der ersten Halbzeit dürfte den königsblauen Fans Hoffnung auf eine ordentliche Saison machen.

Schalke 04 erkämpft Punkt in Gladbach – Raman-Chance macht Hoffnung

Über weite Strecken des ersten Durchgangs verteidigten die Schalker tief in der eigenen Hälfte. Aus einer stabilen Verteidigung lauerte die Wagner-Elf auf Fehler des Gegners.

In der 27.Minute war es so weit. Im Spielaufbau der Gladbacher roch Omar Mascarell den Braten und fing einen Fohlen-Pass mit einer leidenschaftlichen Grätsche ab.

Danach schaltet Guido Burgstaller schnell, schickt Benito Raman in die Tiefe. Dass dem pfeilschnellen Neuzugang von Fortuna Düsseldorf der Ball über den Schlappen rutscht, gerät im Nachhinein beinahe zur Randnotiz.

Denn in der Szene steckt viel Potenzial für das neue Schalke 2019.

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Wagner besinnt sich auf Schalke-Tugenden

Denn es erinnert vieles an den Fußball, der Schalke vor zwei Jahren unter Domenico Tedeso so erfolgreich machte. Auch damals erlebten die Fans selten königsblaue Offensiv-Feuerwerke. Doch in den entscheidenden Momenten waren die Schalker zur Stelle. Ein Ergebnis-Fußball, den die Fans angesichts der Vizemeisterschaft gerne in Kauf nahmen.

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Ähnlich erfolgreich hätte es auch im Topspiel am Samstag laufen können, hätte Raman die Nerven behalten. Was die Schalke-Fans jedoch aus dieser Szene mitnehmen können: Ihr Team tritt wieder geschlossen auf, lauert auf Fehler und ist in der Lage blitzschnell zu kontern.

Mit Mascarell war außerdem ein Spieler maßgeblich an der Szene beteiligt, der auf Schalke schon als Fehleinkauf abgestempelt war. Schon unter Huub Stevens durfte der ehemalige Frankfurter öfter ran. Unter David Wagner genießt der kampfstarke Sechser jetzt großes Vertrauen und zahlt es offenbar schnell zurück.

„Es muss noch extrem viel passieren“

Für David Wagner ging es darum, einen erneuten Fehlstart zu vermeiden. Keine leichte Aufgabe angesichts der undankbaren Brocken zu Saisonbeginn. Mit dem Achtungserfolg gegen die Fohlen-Elf kann Schalke nun vergleichsweise beruhigt in das Duell gegen den FC Bayern München gehen.

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„Es muss noch extremst viel passieren“, sagte David Wagner nach dem Spiel zwar. Doch er weiß auch:„ Es ging heute darum, Bereitschaft zu zeigen und Leidenschaft an den Tag zu legen, die du haben musst, wenn du das Trikot von Schalke trägst.“ Und daran ließ die Wagner-Elf keinen Zweifel.

 
 

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