Gelsenkirchen

Schalke 04: Fans feiern Massimo Schüpp – jetzt spricht die Kultfigur erstmals

Massimo Schüpp ist auf Schalke längst Kult.
Massimo Schüpp ist auf Schalke längst Kult.
Foto: Instagram/massimoschuepp

Gelsenkirchen. Schalke 04 taumelt Richtung Zweite Liga. Zu lachen gibt es für die Fans der Knappen schon lange nichts mehr. Nur einer sorgt aktuell noch für gute Laune bei den Fans: Massimo Schüpp.

Schalke 04: Fans feiern Massimo Schüpp – jetzt spricht die Kultfigur

Der junge Mann mit dem Rauschebart ist bei Schalke 04 ungewollt zur Kultfigur geworden. Uns ist es gelungen erstmalig mit ihm zu sprechen. Gegenüber DER WESTEN bricht er sein Schweigen. Herausgekommen ist ein, sagen wir mal, nicht ganz ernst gemeintes Interview. Vorsicht, es kann Spuren von Satire enthalten...

Massimo, Du bist quasi aus dem Nichts zur Kultfigur auf Schalke aufgestiegen. Wie gehst du mit dieser neu gewonnenen Aufmerksamkeit um? Verspürst du Druck?

Ich war selbst überrascht als mich der Trainer kurzfristig an Bord geholt hat. Dass mich die Fans mit so offenen Armen empfangen haben, macht mich überglücklich. Ich bekomme viel Zuspruch und genieße diese Unterstützung sehr. Gerade in diesen schweren Zeiten, auf und abseits des Platzes, tut das gut. Ich verspüre keinen Druck, fühle mich den Leuten hier auf Schalke aber verpflichtet.

Du bist seit kurzem auch bei Instagram, hast schon über 2.500 Follower. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?

Im Mannschaftskreis bin ich immer wieder damit aufgezogen worden, dass ich noch nicht bei Instagram bin. Jetzt kam die sportliche Krise hinzu. Unsere Fans leiden und ich wollte stärker mit ihnen in den Austausch kommen. Ich habe den Eindruck, dass viele Schalker sehnsüchtig darauf gewartet haben. Es geht nur gemeinsam!

Im Netz feiern die Fans dich. „Außer Massi könnt ihr alle gehen“, heißt es da zum Beispiel. Was machen solche Worte mit dir?

Applaus hat jeder gern, aber meine Person ist nicht wichtig. Wir stehen alle in der Verantwortung. Mannschaft und Fans müssen jetzt eine Einheit bilden. Nur so können wir den Karren aus dem Dreck ziehen.

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Immer wieder taucht im Zusammenhang mit dir auch der Name Alessandro Schöpf auf. Es heißt, er folgt dir sogar auf Instagram. Ärgern dich Verwechslungen mit ihm?

Schöpfi war einer der Ersten, der mir gefolgt ist. Das zeigt, dass er mir den Erfolg gönnt und was für einen großartigen Humor er hat. Ich kenne Ale seit unserer gemeinsamen Zeit in der Jugend des FC Bayern. Schon damals haben uns die Trainer verwechselt. Wir sehen es locker: Alessandro ist froh, dass er nicht so eine große Nase hat wie ich. Umgekehrt weiß ich aber, dass er neidisch auf meine Haare und meinen Bartwuchs ist. Zu Recht.

Man sagt hinter vorgehaltener Hand, die Kommunikation zwischen dir und deinem Ex-Trainer sei nicht die Beste gewesen. Das heißt es allerdings auch von Kaan Erdogan oder Finito Raman. Willst du dazu etwas klarstellen?

Welchen Ex-Trainer meinen Sie? Falls Sie auf Christoph Gross anspielen: Auf ihn lasse ich nichts kommen. Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Klar, es gab mal diese Geschichte, dass Namen verwechselt wurden. Aber Namen sind auf Schalke nicht wichtig. Der Verein steht über allem!

Nun habt ihr einen neuen Trainer, Nummer fünf in dieser Saison. Was macht dich hoffnungsfroh, dass es doch noch mit dem Klassenerhalt klappt?

Wenn irgendwo ein Fußballwunder möglich ist, dann auf Schalke. Rudi Assauer hat zwar mal gesagt, dass er an den Fußballgott nicht mehr glaubt. Falls es ihn aber doch gibt, haben wir nach 2001 sicher noch einen gut bei ihm! Rechnerisch ist noch alles möglich, wir geben nicht auf.

Massimo, vielen Dank für das Interview.

P.S.: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Die ganze Geschichte hinter der Kunstfigur „Massimo Schüpp“ liest du HIER.