Schalke 04: Schiri-Wut nach Mainz-Spiel, doch über DIESE Szene spricht niemand – Traum-Tor hätte gar nicht zählen dürfen!

Das sind die Rekord-Knipser von Schalke 04

Das sind die Rekord-Knipser von Schalke 04

Welche 5 Schalke-Spieler haben die meisten Tore für Königsblau geschossen? Hier gibt es die Antwort!

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Es war der Aufreger des Spieltags!

Schalke 04 und der Schiedsrichter – im Krisengipfel fühlten sich die Schalker von Referee Patrick Ittrich benachteiligt. Auch am Montag legte Schalke-Manager Jochen Schneider im „kicker“ nochmal nach. Dabei hatte Königsbalu in einer Szene sogar Glück. Denn ein Schalke-Tor hätte bei strenger Regelauslegung auch nicht zählen dürfen.

Schalke 04: Schalke tobt wegen Schiedsrichter – doch in einer Szene haben sie Glück

„Ich will nicht den Eindruck erwecken, als würden wir uns als Schalker ständig benachteiligt fühlen oder eine Opferrolle für uns beanspruchen“, so Schneider.

Er erwarte mehr Aufmerksamkeit „insbesondere von den Videoschiedsrichtern“, erklärte der Schalke 04-Manager. Vor allem der gepfiffene Elfmeter von Kabak an Mateta und der nicht gegebene Strafstoß von Niakhate an Paciencia brachten ihn auf die Palme.

„Die Regeln werden nicht einheitlich ausgelegt. Der eine interpretiert es so, der andere so“, kritisiert Schneider.

Uths Traumtor - eigentlich regelwidrig

Dabei hatte Schalke strenggenommen auch Glück. Aber der Reihe nach.

Mit dem Augen auf den Ball gerichtet und mit zwei Schritten Anlauf zirkelte Mark Uth den Ball in der 36 Minute in die Maschen. Ein Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:1, dass eigentlich nicht hätte zählen dürfen.

Du fragst dich jetzt wohl „Warum“? Schließlich gab es im Anschluss auch keine Mainzer Proteste.

Hintergrund ist einer Regeländerung im vergangenen Jahr, die noch noch nicht allzu oft Anwendung findet.

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Angreifende Spieler in der Mauer verboten

Im März 2019 haben die Regelhüter des InternationalFootball Association Board (IFAB) und des Weltfußball­verband FIFA Regeländerungen beschlossen. Sie sollen den Schiedsrichtern die Arbeit erleichtern.

Auf Seite 88 des DFB-Regelwerks findet sich in Regel 13 die Neuerung beim Thema Freistöße.

Darin wird beschrieben:

  • „Bilden drei oder mehr Spieler des verteidigenden Teams eine Mauer, müssen alle Spieler des angreifenden Teams einen Abstand von mindestens einem Meter zur Mauer einhalten, bis der Ball im Spiel ist.“

Hält ein Spieler des angreifenden Teams diesen Abstand bei der Ausführung nicht ein, soll es direkten Freistoß geben. DFB-Lehrwart Lutz Wagner hatte dazu bei Einführung erklärt: „Das meist unfaire Geschiebe und Gezerre bei der Bildung einer Mauer – die regeltechnisch erst ab drei verteidigenden Spielern als solche gilt – wird hiermit verhindert. Das fördert die schnellere Ausführung eines Freistoßes und macht es den Schiedsrichtern leichter.“

Schöpf steht in der Mauer

Die Bilder von Geschiebe in der Mauer haben seither tatsächlich abgenommen. Doch im Fall von Uths Freistoß war Alessandro Schöpf bei Ausführung in der Mainzer Mauer – wenn auch ganz außen und ohne zu schieben. Doch der erforderliche Abstand von einem Meter zur Mauer war nicht gegeben.

+++ FC Schalke 04: Matthäus zerlegt S04 – „Nicht bundesligatauglich“ +++

Patrick Ittrich und der Videoschiedsrichter gaben den Treffer, Schalke jubelte kurz, ärgert sich später.

Gut so! Es wäre irgendwie schade um dieses tolle Tor gewesen...