Gelsenkirchen

Schalke 04 gegen Freiburg verschaukelt? Hitzige Diskussion im „Doppelpass“ wegen dieser Szenen

Schiedsrichter Willenborg nahm bei Schalke-Freiburg zwei Elfmeter nach Videobeweis zurück.
Schiedsrichter Willenborg nahm bei Schalke-Freiburg zwei Elfmeter nach Videobeweis zurück.
Foto: firo

Gelsenkirchen. Chancen waren beim Spiel des FC Schalke 04 gegen Freiburg Mangelware. Nach müden 90 Minuten trennten sich die Tabellennachbarn torlos.

Aufreger gab es während der 90 Spielminuten trotzdem einige. Vor allem über eine der Szene der Partie zwischen Schalke und Freiburg entbrannte am Sonntagmorgen im „Doppelpass“ auf „Sport1“ eine hitzige Diskussion.

Schalke 04 gegen Freiburg benachteiligt?

Nicht nur schickte Schiedsrichter Frank Willenborg jeweils einen Spieler von Schalke und Freiburg vorzeitig zum Duschen.

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Der Referee sprach außerdem beiden Teams jeweils einen Handelfmeter zu. Nach Hinweisen aus Köln ließ sich Willenborg jedoch vom Gegenteil überzeigen und korrigierte beide Entscheidungen.

Nicht jeder in der „Doppelpass“-Runde konnte verstehen, warum der Elfmeter für Schalke in der ersten Halbzeit nicht gegeben wurde.

„Er hätte sich den Strafstoß wirklich verdient“

Was war passiert? Lukas Kübler war der Ball nach einem Freistoß im Luftkampf mehrfach an Hände und Arm gesprungen. „Eins, zwei, drei Mal am Ball“, analysiert Dirk Tietenberg (RedaktionsNetzwerk Deutschland) und findet: „Er hätte sich den Strafstoß wirklich verdient.“

Schalke 04 benachteiligt? Widerspruch gibt es keinen in der Runde. Aber auch keinen weiteren Zuspruch.

Effenberg: „Sowas macht den Fußball am Ende kaputt“

Bei der zweiten Elfmeterszene waren die Experten dann komplett einer Meinung. Mascarell war der Ball bei einer Grätsche in der zweiten Halbzeit an den angelegten Arm gesprungen. Willenborg zeigte auch hier erst auf den Punkt.

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Die Entscheidung konnte Stefan Effenberg überhaupt nicht begreifen: „Sowas macht den Fußball am Ende kaputt“, sagte der Ex-Bayern-Star genervt. „Was soll er denn da machen?“, fragt Effenberg und erntet Zustimmung.

Hockey-Regel im Fußball?

Effenberg kann die Diskussion um Handspiel oder nicht kaum mehr hören. Jedes Wochenende das gleiche Spiel, findet er.

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Alexander Schlüter (DAZN) bringt deshalb die Hockey-Regelauslegung ins Spiel. „Da ist Fuß einfach Fuß. Klare Regel.“ Effenberg gibt zu bedenken, dass die Attraktivität des Sports darunter leiden könnte: „Wenn das der DFB rausgibt und sagt „Hand ist Hand“ dann werden die Vereine das trainieren.“

Schiedsrichter fordert Reform

Auch der per Telefon zugeschaltete Ex-Schiri Thorsten Kinhöfer fordert eine Reform der Handspiel-Regelung.

„Die Strafe für Handspiel im Strafraum ist einfach zu hoch. Es gibt Elfmeter in Spielsituationen, die keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben“, so Kinhöfer.

Elfmeter solle es nur noch dann geben, wenn ein Handspiel bewusst und klar ist. Ob das die Lösung ist? Schließlich bliebe auch mit dieser Reform ein Handspiel noch Auslegungssache.

 
 

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