Rot-Sünder Geis schwächt Schalke-Team - Note 5,5

Andreas Ernst
Mit 1:3 (1:1) verlor Schalke 04 bei Borussia Mönchengladbach. Bester Schalker war Torwart Ralf Fährmann - Johannes Geis sah Rot. Die Einzelkritik.

Mönchengladbach. Ralf Fährmann: In der 32. Minute wehrte er Lars Stindls Elfmeter gekonnt ab, beim anschließenden Kopfball war er machtlos. Mit sehenswerten Paraden nach Schüssen von Julian Korb (9.), Ibrahima Traore (41.) und Lars Stindl (75.) verhinderte er weitere Gegentore. Note: 2

Sascha Riether: In der 60. Minute stand er im Mittelpunkt, als er den Ball auf der eigenen Torlinie rettete - ganz Mönchengladbach forderte einen Handelfmeter. Der Rechtsverteidiger hatte aber mit der Brust geklärt. Er musste nicht so oft eingreifen, da die Gladbacher überwiegend über die andere Seite angriffen. Note: 4

Benedikt Höwedes: Der Kapitän stand fast immer richtig, wenn der Ball in den Strafraum flog - allerdings verlor er das entscheidende Kopfballduell vor dem 0:1 (32.) gegen Lars Stindl, nachdem Torwart Ralf Fährmann den Elfmeter abgewehrt hatte. Note: 4

Joel Matip: Ordentlicher Auftritt in der Defensiv-Zentrale - er bügelte einige Fehler seiner Vorderleute aus. Zudem leitete er in der 50. Minute Schalkes beste Chance mit einem Superpass ein. Leroy Sané gelang es aber nicht, den Ball vernünftig mitzunehmen. In der 70. Minute verursachte er den Freistoß, der zum 1:2 führte - allerdings hätte Schiedsrichter Wolfgang Stark nicht pfeifen müssen. Note: 3

Dennis Aogo: Er musste diesmal allein die linke Seite verteidigen - da Leroy Sané auf der linken Offensivposition fast immer falsch stand. Das machte Aogo auch gar nicht so schlecht. Pech für ihn, dass er in der Spielstatistik als Elfmeter-Verursacher auftaucht - Julian Korb hatte in der 32. Minute einfach nur eingefädelt. Vorn ließ er sich selten sehen, da er hinten zu sehr gefordert wurde. Note: 4

Johannes Geis: Das war einer der schwärzesten Tage seiner Karriere. Zuerst gelang ihm im Spiel nur wenig, zehn Minuten vor Schluss flog er nach einem groben Foul an André Hahn auch noch vom Platz. Damit schwächte er in der Schlussphase sein Team. Note: 5,5

Pierre Emile Höjbjerg (bis 78.): Durch die Verletzung von Leon Goretzka blieb er in der Startelf. Allerdings enttäuschte er auch diesmal. Zu keiner Zeit war er die Schlüsselfigur auf dem Platz. Er bekam im Zweikampf zu selten den Zugriff, war durch simple Doppelpässe zu überwinden. Den Abschluss suchte er nur einmal, in der 55. Minute lenkte Gladbachs Torwart Yann Sommer seinen Schuss zur Ecke. Note: 4

Junior Caicara (bis 73.): Zum ersten Mal in seiner Zeit auf Schalke übernahm er das rechte Mittelfeld. Er benötigte eine Halbzeit, um sich an diese Position zu gewöhnen. Vor der Pause zeigte er erhebliche Schwächen im Stellungsspiel, sah nach einem dummen Foul Gelb (27.). Nach dem Wechsel hatte er 25 gute Minuten - er wagte selbst Torschüsse (61./67.) und legte mit einer starken Flanke auf Franco Di Santo eine Chance vor (66.). Note: 4,5

Max Meyer: 44 Minuten lang flog der Ball am kleinen Spielmacher vorbei. Dann zwang er Andreas Christensen zu einem Eigentor (45.) - das war seine auffälligste Szene. Sehr fleißig, allerdings suchte er zu selten den Abschluss. Note: 4

Leroy Sané: An diesem Tag klappte nicht einmal der gefährlichste Spielzug: In der 50. Minute hätte er nach einem Traumpass von Joel Matip allein aufs Tor zulaufen können, wie so oft in dieser Saison. Doch er verpatzte schon die Ballannahme. Er bekam für eine schlampige Defensivarbeit nicht nur einmal einen Anpfiff von seinen Mitspielern. Oft begleitete er die Gladbacher nur. Den Angriff, der zum Elfmeter und dem 0:1 führte (32.), hätte er mit energischerer Defensivarbeit stoppen können. Am Schalker Ausgleich (45.) war er dann aber beteiligt. Sein missglückter Fernschuss erreichte Max Meyer - und der legte das Tor vor. Note: 4,5

Franco Di Santo (bis 89.): Innerhalb von drei Minuten hätte er das Spiel entscheiden können, zweimal scheiterte er jedoch am stark reagierenden Gladbacher Torwart Yann Sommer (64./66.). In der 76. Minute verpasste er Leroy Sanés Querpass knapp. Er hatte einige gute Pressing-Szenen, half auch mal in der eigenen Hälfte aus - das allerdings nicht immer sinnvoll, da er oft nur neben den Gladbachern hertrabte. Note: 4

Klaas-Jan Huntelaar (ab 73.): Er kam für Junior Caicara. Ohne Note.

Eric-Maxim Choupo-Moting (ab 78.): Er kam für Pierre Emile Höjbjerg. Ohne Note

Roman Neustädter (ab 89.): Er kam für Franco Di Santo. Ohne Note