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Polizei ermittelt nach Bierduschen für Merk auf Schalke

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Nach den Bierduschen gegen den ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Markus Merk ermittelt jetzt die Polizei. Auch ein Zuschauer, der Merk mit einem massiven Anhänger in Form einer Billard-Kugel bewarf, wird noch gesucht.

Gelsenkirchen. 

Markus Merk suchte Schutz unter einem blau-weißen Schirm, immerhin diese farbliche Annäherung gab es. Vor dem Spiel hatte ein Zuschauer dem besonderen Gast als Zeichen der Versöhnung sogar noch einen Schalke-Schal überreicht, aber in der Halbzeitpause waren die Gaben an Markus Merk dann nicht mehr so freundlich.

Das Bier wurde aus vollen Bechern von oben geschüttet, und es bedurfte schon der blau-weißen Schirme, damit der frühere Schiedsrichter seinen Kommentatorenplatz am Spielfeldrand einigermaßen geschützt verlassen konnte. Dabei konnte Merk diesmal gar nichts dafür, dass die Stimmung auf Schalke so gegen ihn gekippt war. Merk musste stellvertretend für Schiedsrichter Peter Sippel leiden, dem eigentlich die Wut der Schalker Fans galt.

Merk machte aus der Sache kein Aufheben, aber dennoch haben die Vorkommnisse ein Nachspiel.

Polizei macht drei Täter „dingfest“

Gelsenkirchens Polizeisprecher Konrad Kordts bestätigte am Sonntag, dass Ermittlungen aufgenommen worden sind: „Wir haben drei Täter dingfest machen können. Sie wurden kurzfristig festgenommen.“ Gegen sie werde nun wegen Körperverletzung ermittelt. Gesucht wird noch ein Zuschauer, der Merk mit einem massiven Anhänger in Form einer Billard-Kugel beworfen hat. Dazu würden Bilder ausgewertet.

Auch der FC Schalke 04 wertet Videos aus und kooperiert jetzt mit den Behörden. Mögliche Konsequenzen könnten Stadionverbote für die Täter sein.