Peters ist Mensch geblieben – trotz aller Meriten

Peter Peters, einer der höchsten Fußball-Funktionäre im Land, wird heute 50 und feiert mit der Bundestrainer, die Nationalspieler, DFB-Chef Wolfgang Niersbach und Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball. Wir gratulieren.

Gelsenkirchen.. Als Peter Peters im Sommer des Jahres 1984 erstmals seinen Fuß in die WR-Sportredaktion setzte, hatte niemand geahnt, dass der damalige Student der Betriebswirtschaft an der Uni Dortmund seinen 50. Geburtstag im Kreise höchster Fußball-Funktionäre und der Nationalmannschaft in Danzig feiern würde. Heute – Donnerstag – stoßen sie alle mit ihm an, der Bundestrainer, die Nationalspieler, DFB-Chef Wolfgang Niersbach und Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball. Denn Peters gehört – wie schon 2010 bei der Weltmeisterschaft in Südafrika – zur DFB-Delegationsleitung.

Eine Bilderbuchkarriere

1989 Abschluss des Studiums als Diplom-Kaufmann (Examensarbeit über die Wirtschaftlichkeit der Bundesliga), parallel Volontariat bei der WR, anschließend Sportredakteur bei der WAZ. 1991 wechselte er die Seiten. Er hatte sich eigentlich „nur zum Spaß“ als stellvertretender Geschäftsführer beim 1. FC Kaiserslautern beworben. Die Pfälzer indes entschieden sich unter 752 Kandidaten für Peter Peters. Sein Einstieg ins Bundesliga-Geschäft.

1993 verpflichtete Schalke 04 den gebürtigen Eifelaner aus Ochtendung (Landkreis Mayen) auf Empfehlung des DFB. „Wir mussten sportlich um den Klassenerhalt kämpfen, bei einem Schuldenstand von 20 Millionen Mark war sogar die Lizenz akut gefährdet“, erinnert er sich. Peters ist heute das mit Abstand dienstälteste Vorstandsmitglied des FC Schalke 04. Er begleitete federführend den Bau der Veltins-Arena und die Expansion des „Berger Felds“ zum größten Vereinsgelände Deutschlands.

Der Aufstieg erfuhr seine Fortsetzung: 2004 Aufsichtsratsmitglied der DFL, 2007 stellvertretender Präsident des Ligaverbandes und damit auch Mitglied des DFB-Präsidiums, 2011 Wahl in die UEFA-Kommission für Clublizenzierung. Warum ihn der Fußball so in seinen Bann gezogen hat? „Mir fällt kein Beruf ein, in dem man es mit so vielen Emotionen zu tun bekommt oder seine Emotionen so ausleben könnte wie im Fußball. Er ist schlicht faszinierend“, sagt Peters.

Könner am Klavier

Trotz aller Meriten ist er Mensch geblieben – und dazu seit 28 Jahren bekennender Dortmunder Bürger. Die Feiern mit und bei Peter Peters in seinem schmucken Haus in Barop genießen legendären Ruf. Am Klavier ist er ein Könner und als Sänger ein genialer Udo-Jürgens-Interpret. Wenn er mal eine Pause nimmt vom Fußball, dann sucht und findet er seine Ruhe mit Frau Sabine, Tochter Sonja und Sohn Fabian auf dem Landsitz der Familie Peters, dem Fressenhof in der Eifel.

Dort finden auch die Nachfeierlichkeiten zu seinem Geburtstag statt. Der Dortmunder Propst Andreas Coersmeier liest zunächst eine Messe in der benachbarten Potentinus Kapelle, dann geht es mit dem Schiff sechs Stunden lang auf Rhein und Mosel. 130 Freunde werden dabei sein und Peter Peters hochleben lassen. Einer wie er hat es verdient.

 
 

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