Nolan Roux will wohl seinen Wechsel zu Schalke erstreiken

Ingmar Kreienbrink
Nolan Roux will offenbar seinen Wechsel zum FC Schalk 04 erstreiken. (Foto: imago)
Nolan Roux will offenbar seinen Wechsel zum FC Schalk 04 erstreiken. (Foto: imago)
Foto: imago sportfotodienst
Kauft Schalke einen Streik-Stürmer? Eigentlich schienen die Türen für Nolan Roux bei Schalke zu, weil sich sein aktueller Verein Brest und die Knappen nicht auf eine Ablösesumme einigen können. Doch jetzt verweigerte Roux die Teilnahme an einem Testspiel.

Gelsenkirchen. Bekommt Schalke-Trainer Ralf Rangnick doch noch seinen Wunschstürmer? Bislang scheiterte der Transfer des Franzosen Nolan Roux an den Ablöseforderungen seines aktuellen Vereins Stade Brest. Jetzt will der Stürmer offenbar seinen Wechsel zum FC Schalke 04 erstreiken. Roux verweigerte laut der französischen Zeitung Le Télégramme die Teilnahme an einem Testspiel gegen Nantes, weil er erst seine aktuelle Situation geregelt wissen will. Sein Trainer Alex Dupont ist sauer und fordert eine schnelle Lösung.

Der französische Erstligist Brest besteht bisher auf eine Ablösesumme von acht Millionen Euro. Schalke hatte sein Angebot kürzlich noch einmal auf 6,5 Millionen Euro erhöht. „Wir haben auch auf unser verbessertes Angebot für Roux eine Absage erhalten“, sagte Schalkes Sportdirektor Horst Heldt am Montag im Trainingslager im österreichischen Stegersbach.

Marica als Alternative im Schalke-Sturm

Eine Alternativ-Lösung für Schalke ist der Rumäne Ciprian Marica. Der 25-Jährige ist nach der Auflösung seines Vertrages beim VfB Stuttgart ablösefrei zu haben, allerdings sollen auch Atletico Madrid und Lokomotive Moskau Interesse an dem eigenwilligen Nationalspieler angemeldet haben. „Marica erfüllt viel von dem, was wir suchen, allerdings hatte er sich in Stuttgart unter verschiedenen Trainern nicht durchsetzen können. Wenn er funktioniert, hat er große Qualitäten, aber da muss man einfach das Risiko abwägen. In seinem Fall wird es diese Woche noch eine Entscheidung geben“, kündigt Heldt an.

Solange die Umbauarbeiten im Kader nicht abgeschlossen sind, hält sich Rangnick mit der Zielsetzung für das kommende Jahr für Schalke zurück. Eines ist aber klar, das Wort Meisterschaft nimmt er nicht in den Mund. Mit vielen Millionen und großen Anstrengungen hatte Schalke unter Magath versucht, den ersten Titel seit 1958 zu erkaufen - ohne Erfolg. (mit sid)