Neustädter und Barnetta feiern Premiere in der Schalke-Arena

Roman Neustädter und Tranquillo Barnetta spielen zum ersten Mal in der Schalker Arena.
Roman Neustädter und Tranquillo Barnetta spielen zum ersten Mal in der Schalker Arena.
Foto: imago
Am Dienstagabend trifft Schalke in der Arena in einem Testspiel auf den AC Mailand. Roman Neustädter und Tranquillo Barnetta feiern ihre Premiere in der Arena. Neustädter fühlt sich wohl bei S04: „Es ist einfacher, wenn man in eine Truppe kommt, die eingespielt ist und eine klare Philosophie hat.“

Gelsenkirchen.. Roman Neustädter galt schon zu seinen Zeiten in Mönchengladbach nicht als der Mann der großen Reden. Aber wenn man ihn auf seinen Kumpel Marco Reus anspricht, dann beweist der 24-Jährige seinen Humor: Er will den BVB-Neuzugang nämlich bald im blauen Trikot sehen. Dies soll der Wetteinsatz sein, wenn Neustädter und Reus am 8. Spieltag mit ihren neuen Klubs Schalke und Dortmund zum Derby aufeinandertreffen: Der Verlierer, verrät Neustädter, soll sich dann das Trikot des anderen in der Öffentlichkeit anziehen – und so zum Gespött der Leute machen.

30 000 Zuschauer werden erwartet

Während Reus am Montag erst im Dortmunder Trainingslager vorgestellt wurde, ist Neustädter bei seinem neuen Verein schon einen Schritt weiter: Er feiert an diesem Dienstag (19 Uhr, live bei Sport1) seine Heimpremiere auf Schalke. Rund 30 000 Zuschauer werden erwartet – sie wollen das erste Mal die Mannschaft für die neue Saison sehen. Ein Team, das sich nur punktuell verändert hat: Von auswärts kamen nur Tranquillo Barnetta (Leverkusen) und eben Neustädter – beide ablösefrei. Zum Vergleich: Allein Reus hat 17,1 Millionen Euro gekostet. Mit einem süffisanten Lächeln hat Trainer Huub Stevens bereits festgestellt, dass Schalke in der Transfer-Tabelle auf dem letzten Platz steht: Kein Verein hat weniger Geld für Neuzugänge ausgegeben.

Ob dies ein Makel ist oder aber ein Merkmal dafür, dass im verbliebenen Vorjahres-Kader eine hohe Qualität steckt, weiß noch niemand. Neustädter glaubt aber, dass ihm dies die Eingewöhnung erleichtern wird: „Es ist einfacher, wenn man in eine Truppe kommt, die eingespielt ist und eine klare Philosophie hat.“ In Mönchengladbach war der defensive Mittelfeldspieler auf dem Platz der strategische Kopf von Trainer Lucien Favre – und eine ähnliche Rolle peilt er auch auf Schalke an. Einem Verein, mit dem er vor allem international mehr erreichen will: „Schalke hat in den letzten Jahren gezeigt, dass man da mithalten kann. In dieser Hinsicht ist der Klub noch einen Tick größer als Gladbach.“

Schalke-Manager Heldt kritisiert Gerede

Manager Horst Heldt missfällt ohnehin das Gerede, dass Schalke sich nicht adäquat verstärkt hätte, nur weil Neustädter und Barnetta ablösefrei zu haben waren. Er hat schon geklagt: „Wenn die beiden Spieler zehn Millionen Euro gekostet hätten, würde man wohl anders reden.“

 
 

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