Gelsenkirchen

Nach der Entlassung von Markus Weinzierl: Ein Blick in das Seelenleben eines Schalke-Fans

Kommentar nach der Entlassung von Schalke-Trainer Markus Weinzierl

Als Fan des FC Schalke 04 fragt man sich nach der Entlassung von Trainer Markus Weinzierl, ob es überhaupt noch einen Trainer gibt, der zu Schalke passt.
Alexander Keßel und Daniel Sobolewski

Als Fan des FC Schalke 04 fragt man sich nach der Entlassung von Trainer Markus Weinzierl, ob es überhaupt noch einen Trainer gibt, der zu Schalke passt.

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  • Vor der Saison wurden Schalke-Manager Christian Heidel und Trainer Markus Weinzierl für einen königsblauen Neuanfang geholt
  • Nach Weinzierls Entlassung gehen die beiden wieder getrennte Wege
  • Nichts neues auf Schalke. Ein Kommentar

Gelsenkirchen. In den letzten Wochen ließ es sich als Schalke-Fan trotz der mäßigen Bundesliga-Saison ganz gut aushalten.

Mit einem großen Becher Popcorn in der Hand konntest du verfolgen, wie sich der schwarz-gelbe Nachbar selbst zerfleischt und am Ende trotz sportlicher Erfolge den Trainer entließ.

Copy BVB - paste S04

Und jetzt? Macht Schalke es dem BVB tatsächlich wenige Tage später nach und setzt Trainer Markus Weinzierl vor die Tür.

Den Heilsbringer aus Augsburg. Mit dem der Manager Christian Heidel ein neues Schalke aufbauen wollte. Eins mit ruhigem Umfeld. Dass sich auch nach einem Fehlstart mit fünf Niederlagen nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Kontinuität auf Schalke? Fehlanzeige!

Sollte auf Schalke nach Jahren der Trainer-Entlassungen ernsthaft mal wieder Ruhe einkehren? So wie damals mit dem Traum-Duo Stevens/Assauer?

Die Antwort ist nein. Weinzierl wurde entlassen - nach einem ernüchternden zehnten Platz zum Ende einer schwierigen Bundesliga-Saison. Das Mittelmaß ist deutlich zu wenig für die Ansprüche auf Schalke. Da ist man sich in Gelsenkirchen einig. Doch wer trägt die Schuld daran?

Der Verein um Sportvorstand Heidel sah keine Perspektive mehr für Markus Weinzierl. Den ereilte jetzt das gleiche Schicksal wie elf seiner Kollegen seit März 2003, wenn man die Trainer herausrechnet, die der Verein als Interims-Coaches ins Rennen geschickt hat.

Alles beim Alten auf Schalke

Eine Überraschung? Eher nicht. Schalke ist und bleibt eben Schalke. Trotz des neuen Sportvorstands. Die Fans sind es gewohnt, jedes Jahr einen neuen Trainer an der Seitenlinie zu sehen.

Bevor es am Ende heißt: „Der Manager hätte früher die Reißleine ziehen müssen“, wird auf Schalke eben der Trainer ausgetauscht.

Der Nächste, bitte!

Im Gespräch ist jetzt ein Trainer-Top-Talent aus der zweiten Bundesliga. Domenico Tedesco. Ein kommunikativer Trainer, der einen offensiven Spielstil liebt, heißt es.

Hurra-Fußball auf Schalke also. Zumindest so lange, bis der nächste Erfolgs-Trainer an der Seitenlinie steht.

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