Nach Ärger um Boateng-Foto - Kontrollarzt tritt zurück

Ein Foto von Kevin-Prince Boateng in den Katakomben des Leverkuseners Stadions hat für Ärger gesorgt.
Ein Foto von Kevin-Prince Boateng in den Katakomben des Leverkuseners Stadions hat für Ärger gesorgt.
Foto: mk
Boateng mit Zigarette, daneben steht ein Bier - dieses Foto hat Konsequenzen. Der Doping-Kontrollarzt, dessen Assistent die Aufnahme nach dem Schalker 2:1 in Leverkusen gemacht hatte, übernahm jetzt die Verantwortung und ließ sich von seinen Aufgaben entbinden.

Gelsenkirchen. Boateng wartet nach dem Schalker 2:1-Sieg gegen Leverkusen auf die Dopingkontrolle. Dabei raucht er genüsslich eine Zigarette, eine Flasche Bier steht in Griffweite. Die Aufnahme, für die ein sogenannter "Leserreporter" verantwortlich zeichnet, sorgte für viel Ärger im Schalker Umfeld. Jetzt hat der Doping-Kontrollarzt, dessen Assistent die Aufnahme nach dem Schalker-Spiel gemacht hatte, die Konsequenzen aus der Angelegenheit gezogen. Laut SID-Informationen hat er den DFB-Vize-Präsidenten Rainer Koch gebeten, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden.

Schalke hatte sich, nach dem das Bild an die Öffentlichkeit gelangt war, verärgert gezeigt. Horst Heldt hatte sogar angekündigt, in der Sache juristische Schritte einleiten zu wollen. "Das ist Privatsphäre der Spieler. Wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren und ein Exempel statuieren", sagte der Schalker Sportvorstand.

Leverkusen nicht in der Verantwortung

Den Gastgeber Leverkusen hatte Horst Heldt ausdrücklich aus der Verantwortung genommen, da die Dopingkontrolle unter DFB-Aufsicht stehe. (las)