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Gelsenkirchen

Krise beim FC Schalke 04? Fängt für Caligiuri erst mit 20 Pleiten an

Domenico Tedesco und Daniel Caligiuri wollen gemeinsam durch die Krise.
Foto: firo
Nach zwei Pleiten steht der Vizemeister schon unter Druck. Der 30-jährige Standard-Spezialist nennt sein Rezept für die Wende.
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Gelsenkirchen. Auf Schalke wird trotz des Fehlstarts geflachst. Als Daniel Caligiuri am Montag nach dem Training am offenen Fenster der provisorischen Medien-Kabine stand, fragte der vorbeischlendernde Naldo: „Cali, hast du etwa Post für mich?“ Naldo feierte am Montag seinen 36. Geburtstag und erwartete offenbar reichlich Glückwünsche in schriftlicher Form. Caligiuri lachte kurz – und schloss das Fenster.

FC Schalke 04: Krise? Fängt für Caligiuri erst ab 20 Pleiten an

„Zumachen“ ist auch das Stichwort für das Schalker Bundesliga-Spiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach. Nach zwei Niederlagen und vier Gegentoren zum Start sucht der Vizemeister nach der Stabilität des Vorjahres – und hofft in Mönchengladbach auf die Wende.

Caligiuri lehnt das Wort Krise noch ab. „Wir wollen mal nicht übertreiben. Die Saison ist noch frisch. Von Krise würde ich sprechen, wenn wir 20 Spiele in Folge verlieren sollten. Das wird uns aber garantiert nicht passieren. Und schon gar nicht unter dem Trainer-Team, das wir haben“, sagt der Deutsch-Italiener voller Überzeugung.

Wie kommt Schalke jetzt wieder auf Kurs? „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Für uns kommt es darauf an, sicher hinten herauszuspielen, vorne Tore zu machen, unsere Stürmer besser einzusetzen, im gegnerischen Strafraum präsenter zu sein und uns das Selbstvertrauen zurückzuerobern. Obwohl es zum Saisonauftakt nicht gut gelaufen ist, muss bei uns jeder Einzelne Spaß am Fußball haben“, fordert Caligiuri.

„Nie wieder einen Fehlschuss“

Dass Schalke auswärts in Wolfsburg (1:2) und auch zu Hause gegen Hertha BSC (0:2) ungeahnte Schwächen in der Rückwärtsbewegung offenbarte, stört auch Caligiuri. „Wenn bei uns jemand einen Fehler gemacht hat, dann sind die Nebenleute davon angesteckt worden. Das zog sich wie eine Kettenreaktion durch das Team. Wir müssen die Ballsicherheit zurückkriegen und die Patzer unbedingt abstellen“, fordert der 30-Jährige unmissverständlich.

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Nach seinem verschossenen Elfmeter gegen Hertha würde Caligiuri beim nächsten Strafstoß wieder Verantwortung übernehmen. „Ich gehe da immer positiv ran. Zuvor hatte ich alle Strafstöße verwandelt. Das Gefühl eines Fehlschusses will und werde ich nie wieder erleben“, sagt der Routinier. Caligiuri glaubt an sich – und an Schalkes Qualitäten, die Wende zu schaffen.

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Fr, 10.08.2018, 10.49 Uhr