Gelsenkirchen

Kevin Kuranyi über seine alte Liebe Schalke 04: „Mir blutet mein Herz“

Der Ex-Schalker Kevin Kuranyi leidet mit seinem Ex-Verein.
Der Ex-Schalker Kevin Kuranyi leidet mit seinem Ex-Verein.

Gelsenkirchen. Der Neustart mit einem neuen Trainer und einem neuen Sportdirektor ist nach hinten losgegangen, in der Saison mit Bundesliga-Platz zehn und der verpassten Qualifikation für das internationale Geschäft in der nächsten Spielzeit nahezu alles schief gelaufen.

Die jüngste Entwicklung von Schalke macht nicht nur den Anhängern Sorgen, sondern auch ehemaligen Spielern des Revierklubs.

„Schalke gehört unter die Top Vier“

„Dort erlebte ich meine beste Zeit als Fußballer“, gesteht Kevin Kuranyi nun der Sportbild, „heute blutet mir mein Herz, wenn ich sehe, wo dieser großartige Verein mit seinen unglaublichen Fans steht.“

Worte, die bei den treuen Anhängern sicherlich gut ankommen, aber ihnen auch unverblümt die prekäre Gegenwart vor die Augen führen.

„Schalke gehört unter die Top Vier, muss aber echt aufpassen“, erklärt Kuranyi, der kürzlich erst das Ende seiner aktiven Karriere verkündet hat.

Kuranyi warnt Schalke vor dem Schicksal der Bremer

Der 35-Jährige hat auch ein warnendes Beispiel parat, vor dessen Entwicklung sich die Schalker Vereinsverantwortlichen abgeschreckt fühlen sollten: Werder Bremen.

Kuranyi: „Schalke gehört unter die top vier, muss aber echt aufpassen. Bremen ist ein warnendes Beispiel. Der Klub spielte von 2004 bis 2010 international, meist in der Champions League. Doch dann verpasst Werder das internationale Geschäft, im zweiten Jahr erneut – und stürzte ab, weil die Konkurrenz um die Europacup-Plätze auch größer wurde.“

Um diesen Werdegang vermeiden zu können, müsse dann Schalke also neue, starke Spielerpersönlichkeiten verpflichten?

„Wenn man sieht, dass mit Klaas-Jan Huntelaar und Sead Kolasinac gleich zwei der wenigen wirklichen Gesichter den Verein verlassen haben – ja!“, sagt Kuranyi.

„Schalke braucht Typen wie früher: Marcelo Bordon, Gerald Asamoah, Ebbe Sand. Wenn sie vorne weg marschiert sind, sind wir alle hinterher.“

(ab)

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