Gelsenkirchen

Johannes Geis ruft Schalke-Fans auf, Timo Werner zu verschonen

Timo Werner gegen Johannes Geis (hinten).
Timo Werner gegen Johannes Geis (hinten).
Foto: firo
  • Leipzigs Timo Werner ist auf Schalke eine Persona non grata
  • Nach seiner Schwalbe im vergangenen Dezember wird er immer heftig ausgepfiffen
  • Nun macht sich ein Schalker für den RB-Stürmer stark

Gelsenkirchen. Schalke-Spieler Johannes Geis hat im Interview mit dem kicker Verständnis für RB Leizigs Timo Werner gezeigt.

„Ich kann mit Timo mitfühlen. Wegen seiner Schwalbe voriges Jahr gegen uns haben wir uns in dem Moment natürlich extrem aufgeregt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch Verständnis für den Unmut der Fans. Dennoch wurden in den Wochen danach Grenzen überschritten“, meinte Geis, „Timo hat mit seinen anschließenden Leistungen bewiesen, dass er das gut weggesteckt hat. Er wurde verdient Nationalspieler“.

-------------------------------------

• Mehr Schalke-Themen:

Bayern beendet Goretzka-Spekulationen für diesen Sommer

Schalkes U23 gewinnt zum Oberliga-Auftakt verdient

Leroy Sané denkt an Schalke-Rückkehr

-------------------------------------

Seit seiner Schwalbe am 3. Dezember 2016 im Bundesliga-Heimspiel seines Vereins RB Leipzig gegen Schalke (2:1) wird Timo Werner in vielen Bundesliga-Stadien ausgepfiffen.

Vor allem die Schalke-Anhänger nehmen dem Stürmer die Schwalbe immer noch übel. Am Samstag, 19. August, 18.30 Uhr, tritt Werner mit Leipzig auf Schalke an. Johannes Geis ruft die königsblauen Anhänger auf, milde mit Timo Werner umzugehen.

Geis: „Man sollte die Geschichte irgendwann ruhen lassen“

„Ich glaube, dass es schwer wird für ihn, in unserer Arena zu spielen. Ich würde mich aber freuen, wenn unsere Fans cool reagieren und in erster Linie uns unterstützen und nach vorne peitschen“, so Geis, „man sollte die Geschichte mit der Schwalbe irgendwann ruhen lassen. So etwas kann einen jungen Spieler auch mental kaputt machen“.

Timo hatte zuletzt in einem Interview zu den Pfiffen gegen ihn erklärt: „Ich muss das jetzt wegstecken und hoffe, dass die Zeit alle Wunden heilt. Eines kann ich sagen: Ich habe aus dieser Sache gelernt, und ich werde gestärkt da rausgehen.“

Und weiter: „Ich habe das Gefühl, nur ich werde monatelang dafür ausgepfiffen, obwohl dem einen oder anderen vor mir sowas ebenfalls schon passiert ist und sicher auch noch passieren wird. Vielleicht liegt es daran, dass bis zu diesem Spiel gegen Schalke der Verein oder wir Spieler keine Gelegenheit boten, um irgendetwas gegen uns zu sagen. Wir waren einfach gut und erfolgreich, und das hat manchen wohl nicht gefallen.“ (las)