Pyros, Brände und Schlägereien: Polizei leitet 27 Strafverfahren vor dem Spiel Schalke-Ajax ein

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Amsterdam. Feuer, Pyro, dann rollt der Mannschaftsbus an: Die Ajax-Fans stimmen sich lauthals auf den Europokal-Abend gegen den FC Schalke ein.

Ajax Feuer

Kurz vor der Einlasskontrolle in der Veltins-Arena zeigen sie, wie sie ihre Mannschaft heute Abend unterstützen wollen. Mit lauten Fangesängen. Aber wohl auch mit reichlich Pyro-Fackeln.

Ajax-Fans Pyro

Das Spiel des FC Schalke gegen Ajax Amsterdam war im Vorfeld als Hochrisikospiel eingestuft worden. Ultra-Gruppen aus den Niederlanden wollten sich vor der Partie zum Prügeln verabreden.

Mehr als 1000 Polizisten waren vor und während des "Hochrisikospiels" zwischen Schalke 04 und Ajax Amsterdam im Einsatz, um Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fanlagern zu verhindern. Schalkes Mediendirektor hatte erklärt, dass die Einstufung nichts mit den Vorfällen in Dortmund zu tun hatte: "Die Einstufung als Hochrisikospiel ist verständlich, wenn zwei solch große Vereine mit solch großen Fanlagern aufeinandertreffen. Das gilt unabhängig von den Vorfällen in Dortmund."

60 freiheitsbeschränkende Maßnahmen

Doch auch dieses massive Aufgebot konnte keinen friedlichen Ablauf im Vorfeld der Begegnung gewährleisten. An unterschiedlichen Orten im Gelsenkirchener Stadtgebiet ist es zu Prügeleien zwischen Schalke- und Ajax-Fans gekommen.

Das berichtet die Gelsenkirchener Polizei in einer ersten Mitteilung. Bei den Auseinandersetzungen wurden drei Personen verletzt, darunter zwei Fans und ein Polizeibeamter. Bisher haben die Einsatzkräfte 27 Strafverfahren und drei Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Zudem wurden über 60 freiheitsbeschränkende Maßnahmen und zahlreiche Bereichsbetretungsverbote ausgesprochen.

Wie die WAZ berichtet, wurden 50 niederländische Fans vor dem Lokal „Graziella II“ am Heinrich-König-Platz nahezu eingeschlossen, nachdem sie sich eine Keilerei mit Schalker Anhängern lieferten. Einige Ajax-Fans "haben versucht, über ein Fenster im ersten Stock in den Innenhof des Sparkassengebäudes zu fliehen. Es war kurz davor, dass Tische und Stühle fliegen", wird Laden-Inhaber Nino dell’ Aquila zitiert. (mit ds)

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