„Ich habe meine Beine nicht mehr gespürt“ - Konoplyanka erklärt seinen unfassbaren Fehlschuss

Thomas Tartemann
Den Ball kann man doch eigentlich gar nicht vorbeischießen, oder? Kann man doch.
Den Ball kann man doch eigentlich gar nicht vorbeischießen, oder? Kann man doch.
Foto: imago

Stuttgart. Die Szene ist ein Bewerbungsschreiben für Pleiten, Pech und Pannen. Als Schalkes Wirbelwind Yevhen Konoplyanka beim Auswärtsspiel in Stuttgart (2:0) in der 65. Minute von Amine Harit mustergültig freigespielt wurde, hatten die Schalker Fans den Torschrei bereits auf den Lippen. Konoplyanka nahm den Ball, schaute und schoss am fast leeren Tor vorbei.

Klar, dass Konoplyanka nach dem Spiel einige Sprüche bekam. „Er wurde ein bisschen gefoppt, aber es war letztlich kein großes Thema in der Kabine. Aus einer hundertprozentigen Chance kein Tor zu machen, das haben alle Stürmer schon mal erlebt“, meinte Sportvorstand Christian Heidel verständnisvoll und schob nach:

„Ich muss mir die Szene noch mal ansehen. Ich hatte erst gedacht, dass es vielleicht Elfmeter für uns geben würde, weil Stuttgarts Torwart Ron-Robert Zieler die Gelbe Karte bekam.“ Die kassierte Zieler allerdings wegen Meckers, weil er in der Entstehung der Großchance ein Foul an der Außenlinie moniert hatte.

Konoplyanka bedröppelt

Und was sagt Fehlschütze Konoplyanka? Der Ukrainer schlich bedröppelt durch die Mixed-Zone zum wartenden Mannschaftsbus und meinte:

„Nach 100 Metern Sprint hatte ich nicht mehr die Kraft, um konsequent abzuschließen. Ich habe meine Beine nicht mehr gespürt und mich natürlich sehr über die Szene geärgert.“

Mit einem Lächeln ergänzte „Kono“: „Aber ich kann trotzdem ruhig schlafen, weil wir gewonnen haben.“