Gelsenkirchen

„Höwedes ohne Not rasiert“ - Neururer nagelt gegen Schalke-Trainer Tedesco

Peter Neururer
Peter Neururer
Foto: imago

Gelsenkirchen. Peter Neururer hat einen Tag vor dem Bundesliga-Saisonstart den neuen Schalke-Trainer Domenico Tedesco heftig kritisiert. Neururer bemängelte in einer Kolumne in "Bild" Tedescos Entscheidung, den langjährigen Kapitän Benedikt Höwedes durch Ralf Fährmann zu ersetzen.

"Das Absägen von Benni Höwedes als Kapitän kann ich nicht nachvollziehen. Ohne Not hat Domenico Tedesco einen Vorzeige-Schalker, der immer alles für diesen Verein gegeben hat, rasiert. Wenn nicht intern etwas vorgefallen ist, was wir alle nicht wissen, macht dieser Vorgang für mich absolut keinen Sinn", schreibt Neururer.

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Zudem hinterfragt Neururer die Aussage einiger Schalker, Höwedes bliebe trotzdem so eine Art Kapitän: "Dann hätte man alles so belassen können. Jetzt steht mit Höwedes ein Verlierer da. Ich hoffe, es wird im Saisonverlauf nicht einen zweiten Verlierer auf Schalke wegen dieser Personalie geben. Das ist für mich keine Chance, wie der Klub es darstellen will, sondern eine Gefahr!"

Neururer zweifelt an Schalke-Zugang Oczipka

Zudem äußerte sich Neururer zur Zielsetzung der Königsblauen in der kommenden Bundesliga-Saison. Schalke peilt die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb an. "Wir reden von einem Klub, der mit seinem Etat in die Champions League und nicht in die Europa League gehört. Denn die kann und darf nicht das Ziel der Königsblauen sein", schreibt Neururer.

Er bezweifelt, dass die von Sportvorstand Christian Heidel getätigten Verpflichtungen genügen: "Nichts gegen die Neuen Harit, Oczipka und Insua. Aber da bleiben bei mir Zweifel." Neururer bezweifelt, dass zum Beispiel Oczipka das Format des ablösefrei abgewanderten Sead Kolasinac hat.

Neururer glaubt, dass alles von einem guten Saisonstart abhängt: "Nochmal so ein Katastrophen-Start wie vor einem Jahr und man kann sich das Saisonziel schon im Herbst klemmen. Und dann fürchte ich, würde für einige Herren im Verein der Schuss nach hinten losgehen." Vor einem Jahr verlor Schalke die ersten fünf Bundesliga-Spiele, landete am Ende auf Platz zehn - und für Trainer Markus Weinzierl kam nach nur einem Jahr das Aus.

 
 

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