Gelsenkirchen

Hochrisikospiel auf Schalke - warum sich Griechen von Mazedonien provoziert fühlen

Das Stadion von Paok Saloniki.
Das Stadion von Paok Saloniki.
Foto: firo

Gelsenkirchen. Seit mehr als 25 Jahren streiten sich Mazedonien und Griechenland um das Erbe des antiken, hellenistischen Helden und makedonischen Königs Alexander des Großen. Athen beansprucht kompromisslos das kulturelle Vermächtnis. Doch auch Mazedonien vereinnahmt Alexander für sich.

So gibt es zwischen Griechenland und seinem nördlichen Nachbarn seit dessen Unabhängigkeit vom damaligen Vielvölkerstaat Jugoslawien unter anderem einen Konflikt um den Namen: Mazedonien (Mazedonisch: Makedonija) heißt genauso wie der an das Land grenzende Teil Griechenlands, die Region Makedonien (Griechisch: Makedonia).

Um die Flagge wurde heftig gestritten

Auch um die Flagge Mazedoniens wurde heftig gestritten. Ursprünglich zeigte sie die sechzehnstrahlige goldene „Vergina-Sonne“, das Emblem von Alexanders Herrscherhaus. Als Voraussetzung für ein Ende des griechischen Wirtschaftsembargos änderte Skopje jedoch das Symbol im Herbst 1995 auf eine achtstrahlige Sonne.

Offiziell musste sich der junge Staat „Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ nennen, um 1993 überhaupt bei den Vereinten Nationen aufgenommen zu werden. Allerdings verhindert Griechenland wegen des Namensstreits weiterhin mit seinem Veto EU-Beitrittsverhandlungen sowie eine Aufnahme in die Nato. (dpa)

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