Heldt schützt Keller - "Keine Trainerdebatte" auf Schalke

Keller (l.) genießt Rückendeckung von Heldt (r.)
Keller (l.) genießt Rückendeckung von Heldt (r.)
Nach einer am Ende verkorksten Vorbereitung und der Pokal-Blamage in Dresden verlor der FC Schalke 04 das erste Bundesligaspiel bei Hannover 96 mit 1:2 (0:0). Manager Horst Heldt stellte sich nach dem Spiel vor Trainer Jens Keller. Wir haben Heldt in der Mixed Zone genau zugehört.

Hannover. Nach der Pokal-Blamage am Montag beim Drittligisten Dynamo Dresden (1:2) schäumte Schalke-Manager Horst Heldt. Nach der 1:2-Niederlage im ersten Bundesligaspiel bei Hannover 96 gab sich Heldt deutlich gemäßigter. Er bemängelte die unnötigen Ballverluste vor den Gegentoren und bekannte sich klar zu Trainer Jens Keller.

Zweites Pflichtspiel, zweite Niederlage - warum hat Schalke in Hannover verloren?

Horst Heldt: Eigentlich hatten wir alles im Griff. In der ersten Halbzeit ist nicht viel passiert, beide Mannschaften haben sich neutralisiert. In der zweiten Halbzeit haben wir beim ersten großen Fehler von Hannover 96 zugeschlagen und sind durch einen schönen Angriff in Führung gegangen. Leider fällt dann wie aus dem Nichts das erste Gegentor. In der Vorwärtsbewegung haben wir den Ball verloren und uns dann auskontern lassen. Das war unnötig.

Hätte Kevin-Prince Boateng den Angriff, der zum 1:1 führte, verhindern können? Immerhin hat er das Laufduell verloren!

Heldt: Bei mir beginnt der Fehler woanders. Entscheidend war der Ballverlust vorn. Ich kann ja nicht den ersten Fehler einfach ausschneiden. Klaas-Jan Huntelaar verpasst es, den Ball rauszuspielen auf Christian Fuchs. Dadurch verliert er den Ball, und dann geht die Post nach hinten ab. Kevin muss ein taktisches Foul machen, das passiert nicht, und dann steht Kaan Ayhan im Strafraum eigentlich vor dem Mann. Es war eine Fehlerkette.

Vor allem im Kurzpassspiel wirkte Schalke recht einfallslos. Woran lag das?

Heldt: Wir wollten mit drei Mann das Spiel aufbauen, aber 96 hat uns gut zugestellt. Dann gehtman kein Risiko ein und bezieht den Torwart mit ein - so hat es Hannover übrigens auch gemacht. Dann kommt ein Spiel zustande, in dem beide Mannschaften mit langen Bällen operieren.

Haben Sie Angst vor dem nächsten Bundesligaspiel? Am kommenden Samstag kommt der FC Bayern nach Gelsenkirchen.

Heldt: Angst ist ein falsches Wort.

Was macht Sie denn optimistisch, dass es gegen die Bayern besser läuft?

Heldt: Weil keiner einen Pfifferling auf uns setzt, genau wie Sie.

Wie wollen Sie die Trainerdebatte im Keim ersticken?

Heldt: Ich weiß nicht, was es für eine Trainerdebatte gibt. Die wird bei uns nicht geführt.

 
 

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