Hecking schützt Schalke-Trainer Tedesco: „Das ist erbärmlich“

Domenico Tedesco (links) und Dieter Hecking.
Domenico Tedesco (links) und Dieter Hecking.
Foto: firo

Mönchengladbach. Eine Sache wollte Gladbachs Trainer Dieter Hecking am Samstagabend unbedingt loswerden. Seine Mannschaft hatte gerade 2:1 gegen Schalke gewonnen, den Königsblauen also die dritte Niederlage im dritten Bundesliga-Spiel zugefügt. Hecking wollte sich auf die Seite von S04-Trainer Domenico Tedeso stellen. "Ich finde das erbärmlich, wenn zum Teil von einigen Leuten jetzt schon wieder etwas hinein interpretiert wird. Ich finde das nicht gut", stellte Hecking klar. Das war deutlich.

Dem Trainer der Borussia war es wichtig, seine Kollegen zu unterstützen. Dazu zählte auch Heiko Herrlich, der nach drei Niederlagen mit Bayer Leverkusen deutlich heftiger in der Kritik steht als Tedesco.

Auf Schalke sind sie von Tedesco überzeugt

In Gelsenkirchen sind sie von der Arbeit des 33-Jährigen weiterhin überzeugt. In der vergangenen Spielzeit führte er Schalke auf den zweiten Rang. Jetzt trauen sie ihm die Wende zu.

Schalke-Trainer Tedesco selbst sagte nach dem Topspiel: "Erstmal herzlichen Glückwunsch an Gladbach. Sie haben in den ersten zwanzig Minuten gut gespielt, wir hatten da das Zentrum zu offen, haben die Zweikämpfe verloren. Aber dann haben wir uns stabilisiert. Wir haben uns einige Chancen erarbeitet, haben einige Sachen liegenlassen. Da fehlte auch das Glück - und auch das Selbstvertrauen. Grundsätzlich war die zweite Halbzeit gut. Da hatten wir einige Torraumszenen, sind viel um die Box herumgelaufen. Gladbachs Torhüter Yann Sommer hatte einen überragenden Tag. Ein Punkt für uns wäre verdient gewesen."

Gladbach-Trainer Dieter Hecking erklärte noch: "Wir mussten Schalke vor Aufgaben stellen, das hat die Mannschaft 30 Minuten lang überragend gemacht. Wir haben Schalke überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen. Wir haben die zweiten Bälle gewonnen. Wir waren sehr präsent. Wir haben sehr, sehr gut umgeschaltet. Wir haben uns durch eigene Fehler dann selbst ein bisschen aus dem Spiel genommen. Das hätten wir gerne vermieden. Was für mich dann viel entscheidender ist, wie sich die Mannschaft zurückgebissen hat. Das ist auch eine neue Qualität, die ich heute gesehen habe."

 
 

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