Für Schalke steht gegen Piräus das wichtigste Spiel an

Auf ihn konnte sich Schalkes Trainer Huub Stevens (links) in der Champions League bisher stets verlassen: Tore von Klaas-Jan Huntelaar werden auch gegen Piräus gebraucht.
Auf ihn konnte sich Schalkes Trainer Huub Stevens (links) in der Champions League bisher stets verlassen: Tore von Klaas-Jan Huntelaar werden auch gegen Piräus gebraucht.
Foto: WAZ FotoPool
Mit einem Sieg gegen Olympiakos Piräus kann der sportlich und finanziell bedeutsame Sprung ins Achtelfinale der Champions League gelingen. Der FC Schalke 04 setzt dabei auf Stürmer Klaas-Jan Huntelaar, der bisher in jedem Gruppenspiel der Königsklasse traf.

Gelsenkirchen.. Es dürfte diesmal nicht ganz so leicht fallen, von Bundesliga auf Champions League umzuschalten, schließlich muss Schalke 04 diese erschreckend schwache Vorstellung beim 0:2 in Leverkusen aus den Köpfen verdrängen. Doch das Ziel ist attraktiv und der Ehrgeiz deshalb besonders groß: Mit einem Heimsieg gegen Olympiakos Piräus können die Königsblauen an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF, Sky und im DerWesten-Ticker) schon vor dem letzten Gruppenspieltag ins Achtelfinale der Champions League einziehen.

Schalke muss weiter auf Afellay verzichten

„Ohne die anderen Spiele herabstufen zu wollen: Dies ist aus Vereinssicht das wichtigste Spiel“, unterstreicht Manager Horst Heldt und erklärt: „Es wäre ein Riesenschritt, wenn wir vorzeitig ins Achtelfinale kämen. Es würde vieles erleichtern, wenn wir die Drucksituation im letzten Gruppenspiel in Montpellier vermeiden könnten. Mit dem Überwintern in der Champions League jetzt schon planen zu können, wäre auch finanziell erfreulich – auf Schalke können wir nie genug Geld haben...“

Personell sieht es derzeit allerdings noch nicht gut aus. Den Niederländer Ibrahim Afellay plagt noch immer die Oberschenkelverletzung aus dem Länderspiel gegen Deutschland, er wird deshalb fehlen. Und ob Huub Stevens endlich wieder Alternativen für die Abwehr bekommt, ist fraglich und wird kurzfristig entschieden. Atsuto Uchida und Christoph Metzelder sind nach ihren Muskelfaserrissen im Training – „aber wir werden genau abwägen, ob wir ein Risiko eingehen können“, sagte der Trainer. Zumal er mindestens einen der beiden dringend für Samstag benötigt: Im Bundesligaspiel des Tabellenzweiten gegen den punktgleichen Tabellendritten Eintracht Frankfurt muss Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos ersetzt werden, der in Leverkusen Gelb-Rot sah.

Wohl keine Änderung in der Startelf

Es ist also davon auszugehen, dass gegen Piräus exakt die Elf auflaufen wird, die in Leverkusen komplett von der Rolle war. Immerhin: Die Spieler reden nicht um den heißen Brei herum, sie wissen, dass sie ihre Fans enttäuscht haben. Und sie sind deshalb froh darüber, dass es Schlag auf Schlag weitergeht: „Ich finde es positiv, dass man schon wenige Tage später die Möglichkeit zur Wiedergutmachung bekommt“, sagt Kapitän Benedikt Höwedes. „Wir waren ja selbst unzufrieden über diese Niederlage und wissen, dass wir eine Reaktion zeigen müssen.“

Auch Roman Neustädter, der nach einer Serie phantastischer Leistungen auf der strategisch wichtigen Position vor der Abwehr in Leverkusen erstmals mit unterging, brennt darauf, sich wieder anders präsentieren zu können: „Uns ist schon bewusst, was wir in Leverkusen abgeliefert haben, wir standen total neben der Spur und haben alles vermissen lassen, was uns stark gemacht hat“, gibt er ehrlich zu und kündigt an: „Jeder ist topmotiviert. Wir haben alle ein Ziel vor Augen .“

Gegen den souveränen Tabellenführer der griechischen Liga, der wahrscheinlich auf Konter spekulieren wird, will natürlich auch Klaas-Jan Huntelaar wieder das Netz ausbeulen – so wie in bisher jedem der vier Schalker Spiele in der Königsklasse. In der Bundesliga läuft der „Hunter“ seit Wochen seiner Form hinterher, international aber konnte sich sein Klub auf ihn verlassen.

Stevens ist "nicht Gott"

Was natürlich keine Garantie sein muss. Auf die etwas gewagte Frage, wie sicher er sich sei, dass Klaas-Jan Huntelaar auch gegen Piräus wieder treffen werde, definierte Huub Stevens seine eigene Rolle deutlich: „Ich bin nicht Gott. Ich bin auch nur ein Trainer, der Laufschuhe an hat.“

 
 

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