Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Wie Bastian Oczipka zum möglichen Baba-Transfer steht

Kalt ist es auf Schalke: Bastian Oczipka (vorne) und Amine Harit tragen beim Training Handschuhe und Mütze
Kalt ist es auf Schalke: Bastian Oczipka (vorne) und Amine Harit tragen beim Training Handschuhe und Mütze
Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme
  • Mit Baba könnte noch ein Linksverteidiger nach Schalke kommen
  • Bastian Oczipka, der auf dieser Position Stammspieler ist, hat damit kein Problem

Gelsenkirchen. Bastian Oczipka trägt Handschuhe, die königsblaue Mütze mit dem Schalker Vereinswappen hat er während des Trainings am Mittwoch tief ins Gesicht gezogen. Es ist bitterkalt auf Schalke.

Verstecken will sich der Linksverteidiger trotz eisiger Temperaturen und der 1:3-Niederlage zum Rückrundenstart bei RB Leipzig aber nicht. Mit viel Selbstvertrauen bereiten sich der 29-Jährige und seine Mannschaft auf das Heimspiel am Sonntag um 18 Uhr in der Veltins-Arena gegen Hannover 96 vor.

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Die Partie in Leipzig sei zu Wochenbeginn intensiv aufgearbeitet worden. Bastian Oczipka hat bei der Videoanalyse genau hingesehen, vor allem in der ersten Halbzeit auch Positives beobachtet. „Wir hatten viele gute Aktionen, Leipzig wirkte in den ersten 30 Minuten zwischendurch ratlos, dann haben wir sie durch eigene Fehler wieder stark gemacht.“

Vor allen Dingen durch leichtsinnige Abspielfehler, durch die die Leipziger immer wieder ins Gegenpressing kamen und ihre enorme Schnelligkeit ausspielen konnten. Dabei hatte Trainer Domenico Tedesco doch genau davor gewarnt. „Vielleicht haben wir uns zu sehr locken lassen. Leipzig hat uns Angebote gemacht. Sie sind dem Zentrum ferngeblieben, haben gewartet und dann zugestochen.“ Ein Fehler, der laut Oczipka mal passieren darf, sich aber keineswegs wiederholen sollte.

„Da ist auch Luft nach oben“

Für die Königsblauen ging‘s am 18. Spieltag in der Tabelle runter von Rang zwei auf drei – ein weicher Fall. Bastian Oczipka vermutet ohnehin, dass es hinter dem FC Bayern München, der schon mit 13 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten RB Leipzig einsam an der Spitze trohnt, bis zum Saisonende ein enges Rennen um die Champions-League-Plätze geben wird. „Ich glaube nicht, dass sich eine Mannschaft komplett absetzen wird“, sagt er.

30 Punkte haben die Schalker in der Hinrunde geholt. Eine Marke, die sie auch in der Rückrunde anpeilen. In der vergangenen Saison hätten 60 Punkte nach 34 Spieltagen allerdings nur zu Platz fünf gereicht. „Unmöglich ist es nicht. Da ist auch Luft nach oben. Die Entwicklung bei uns ist lange noch nicht abgeschlossen“, sagt Bastian Oczipka und stellt klar: „Wir lassen uns von der Hinrunde nicht beeinflussen. Wir sind nicht in den Urlaub gefahren und haben gedacht: Wir sind Zweiter, alles ist klasse. Wir haben uns als Ziel gesetzt, weiter ordentlich zu arbeiten.“

Auf seiner linken Seite im Mittelfeld ist der Neuzugang von Eintracht Frankfurt bei Domenico Tedesco gesetzt. Mit Ausnahme der Partie am 6. Spieltag bei der TSG Hoffenheim, als er wegen eines Infekts pausieren musste, stand er bei allen Spielen in der Startelf. Oczipka lieferte in der Hinrunde 54 Torschussvorlagen - die zweitmeisten in der gesamten Liga. Auf die Frage, ob seine Erwartungen auf Schalke sogar übertroffen wurden, antwortet er: „Es war mein Ziel, immer zu spielen. Dass wir so eine Hinrunde spielen, in der alles perfekt zusammengelaufen ist, freut mich umso mehr“. Der gebürtige Bergisch-Gladbacher weiß aber auch: „Fußball ist ein Tagesgeschäft, es kann sich alles sehr schnell ändern. Deshalb muss ich weiter Gas geben – egal, ob ein Konkurrent da ist, oder nicht.“

„Konkurrenz belebt das Geschäft“

Apropos Konkurrent: Gut möglich, dass Abdul Rahman Baba nach Schalke zurückkehrt. Ein Linksverteidiger und Konkurrent von Oczipka. „Für mich persönlich ändert sich dann nichts. Ich versuche, das Maximale aus mir herauszuholen“, sagt der Schalker. „In der Offensive haben wir auf jeder Position mindestens zwei Spieler. Das belebt das Geschäft. Gerade bei einem Verein wie Schalke ist es klar, dass man viel Konkurrenz hat.“

Am Sonntag gilt es als sicher, dass Bastian Oczipka erneut in der Startelf stehen wird. Das Hinspiel in Hannover hat Schalke 0:1 verloren und ist also gewarnt. „Hannover ist nicht ganz einfach zu bespielen, weil sie fast über den ganzen Platz Mann gegen Mann spielen“, sagt Oczipka. „Wir haben uns einige Sachen überlegt und auch schon im Trainingslager daran gearbeitet. Das wollen wir Sonntag zeigen.“

 
 

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