Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Ärger für McKennie wegen Trauerflor-Botschaft – jetzt gibt der DFB bekannt, dass...

Beim FC Schalke 04 droht Weston McKennie für seine Trauerflor-Botschaft nun Ärger.
Beim FC Schalke 04 droht Weston McKennie für seine Trauerflor-Botschaft nun Ärger.
Foto: imago images / Poolfoto, Sky Sport

Gelsenkirchen. „Justice for George“ – für die starke Botschaft auf seinem Trauerflor wurde Weston McKennie von allen Seiten gelobt. Trotzdem droht dem Star des FC Schalke 04 nun Ärger mit dem DFB-Sportgericht.

Im zweiten Durchgang der Partie FC Schalke 04 gegen Werder Bremen (0:1) hatte sich Weston McKennie die Botschaft auf den Trauerflor geklebt. Ein Statement gegen Rassismus und Polizeigewalt.

FC Schalke 04: McKennie mit starker Botschaft – jetzt droht ihm Ärger

Hintergrund: Der schwarze Amerikaner George Floyd war durch eine schockierende Gewalttat eines Polizisten im US-Bundesstaat Minnesota zu Tode gekommen. Der Mord sorgte für eine Welle der Entrüstung und Trauer, für Wut, Proteste und Ausschreitungen in vielen Städten (>> hier mehr Infos).

„Wir müssen für das eintreten, woran wir glauben, und ich glaube, es ist Zeit, dass wir gehört werden!“, hatte McKennie auf Twitter nach dem Spiel klargestellt – und noch einmal viel Lob geerntet. „Es fühlt sich gut an, meine Plattform nutzen zu können, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, das schon lange andauert!“

Auch Gladbachs Pléa und Dortmunds Sancho mit Statements

McKennie machte den Anfang, Gladbachs Marcus Thuram und Dortmunds Jadon Sancho folgten mit weiteren Statements zum Mord an George Floyd (>> hier die Details).

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Die Fans und der Vorstand des FC Schalke 04, aber auch unzählige Fußball-Liebhaber abseits des Gelsenkirchener Bundesligisten feierten den 21-Jährigen für sein Statement. Und trotzdem droht ihm nun Ärger.

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Denn: In den Regeln von DFL und DFL steht ein striktes Verbot von politischen Botschaften während eines Bundesliga-Spiels. Gegen McKennie könnte eine Geldstrafe oder sogar eine Spielsperre verhängt werden.

DFB bestätigt: Kontrollausschuss wird Sachverhalt prüfen

„Der Kontrollausschuss des DFB wird sich im Laufe der nächsten Tage dieser Angelegenheit annehmen und den Sachverhalt prüfen“, bestätigte der Vorsitzende des Gremiums, Anton Nachreiner.

Der Rückhalt des FC Schalke 04 ist Weston McKennie aber sicher. Jochen Schneider sagte der „Bild“: „Wir als Schalke 04 unterstützen die Haltung unseres Spielers zu einhundert Prozent. Der gewaltsame Tod des US-Bürgers George Floyd hat die Menschen weltweit schockiert. Unser Spieler Weston McKennie hat gestern ein klares Zeichen gegen diese unfassbare Tat und gegen Rassismus gesetzt.“

Schalke steht hinter seinem Spieler

Der FC Schalke 04 hat sich hinter seinen Spieler gestellt. Sportchef Jochen Schneider erklärte bei "Bild": „Der gewaltsame Tod des US-Bürgers George Floyd hat die Menschen weltweit schockiert. Unser Spieler Weston McKennie hat gestern ein klares Zeichen gegen diese unfassbare Tat und gegen Rassismus gesetzt.“

Außerdem sagte er: „Wir als Schalke 04 unterstützen die Haltung unseres Spielers zu einhundert Prozent.“

So lief das Spiel gegen Bremen

Wenig erfreulich war für den FC Schalke 04 das Spiel gegen Kellerkind Bremen. Zum elften Mal in Folge blieben die Knappen sieglos. Gabriel Bittencourt schoss nach einem katastrophalen Fehler von Jean-Clair Todibo den Treffer des Tages.

So geht es für Schalke weiter

Noch fünf Duelle stehen für den FC Schalke auf dem Programm. Den Auftakt macht Union Berlin am nächsten Samstag. Danach folgen Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg. Zum Abschluss der Saison gastiert Schalke beim SC Freiburg.

Abstieg rechnerisch noch möglich

Wohin führt der Weg? Eine Qualifikation für den Europapokal scheint bei der aktuellen Formkurve fast schon ausgeschlossen. Gleichzeitig ist der Abstieg zwar unwahrscheinlich, rein rechnerisch aber noch möglich.

 
 

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