Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Warum die Personalie Max Meyer so gefährlich ist

Klammergriff: Trainer Tedesco will Max Meyer nicht mehr hergeben.
Klammergriff: Trainer Tedesco will Max Meyer nicht mehr hergeben.
Foto: firo

Gelsenkirchen. Christian Heidel ist nicht nur ein erfahrener Fußballmanager. Er muss als Schalker Sportvorstand auch aufpassen, dass kein Spieler größer als der Verein ist. Natürlich ist Max Meyer ein wertvoller Spieler. Die Leute mögen ihn nicht erst, seit er eine neue Rolle im Mittelfeld und damit eine hohe Bedeutung für den Klub hat. Eigengewächse stehen bei Schalke 04 unter Artenschutz. Aber sind wir ehrlich: War das immer so?

Es gab Wochen mit Max Meyer, in denen man fast verzweifeln konnte. Fast lethargisch wirkte er, wenn er nicht die Fäden im Mittelfeld ziehen konnte, wie er wollte. Leon Goretzka neben ihm gehörte häufig die Show. Denn Tore schießt Meyer selten.

Fast sah es nach einer Befreiung aus, als Meyer das erste Angebot zur Vertragsverlängerung ablehnte. Heidel war, anders als bei Goretzka, nicht von Meyer überzeugt. Und so war er selbst am meisten überrascht und verwundert, wie Meyer die vom Trainer angeordnete Versetzung in die Abräumerposition angenommen und interpretiert hat. So einen hat Schalke auf der Position gebraucht. Das zweite Angebot war logisch.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

RB Leipzig – Borussia Dortmund: RB-Fans zeigen seltsame Choreo – und ganz Fußball-Deutschland bricht in Gelächter aus

Riesen-Wirbel um BVB-Treffer! Diese Szene entlarvt die nächste Schattenseite des Videoschiedsrichters

• Top-News des Tages:

Hertha-Fan onaniert im Schalke-Stadion - dann kommen die Ordner

Trauer um Davide Astori: Kapitän vom AC Florenz stirbt mit nur 31 Jahren - Spielabsage

-------------------------------------

Es muss doch Möglichkeiten zur Kommunikation geben

Doch Meyer lehnt auch das ab. Die Frage: Wie sehr muss Heidel nun alle Überzeugungen über Bord werfen, dass der Spieler das Gefühl hat: Ich bin Schalke doch wichtig, und das dritte Angebot bekommt? Auf der Bandbreite zwischen den „zwei E-Mails“ (Berater Wittmann) und „beim Aufsichtsratchef Tönnies auf dem Sofa“ (Vorstand Heidel) muss es doch Möglichkeiten zur Kommunikation geben, dass beide Seiten sagen: Ja, es passt noch.

So aber entsteht in einem Konflikt Heidel/Wittmann der Eindruck einer Konfrontation auf Kosten des Klubs. Und des Spielers und des Trainers. Schalke hat so viele Punkte nach 25 Spieltagen wie in der kompletten Saison im Vorjahr geholt. Sogar einen Sieg hat Königsblau mehr auf dem Konto als der Nachbar BVB. Die Nummer 1 im Pott ist Schalke. Doch das ist eine Momentaufnahme.

Bei nur 39 Saisontoren weiß man, wie knapp die Schalker ihre Spiele gewinnen. Wie kann man in dieser Situation eine einfache Personalie eskalieren lassen? Denkt jemand mal an Trainer Domenico Tedesco, der ein Saisonziel verfolgt? An die Fans? Wie kann es sein, dass ein Streit unter Männern jenseits des Spielfelds die Qualifikation zur Champions League gefährdet?

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen