Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Verwirrung um Nübel-Vertrag – kannte der Keeper eine wichtige Passage nicht?

Alexander Nübel kann Schalke 04 im Sommer 2020 ablösefrei verlassen.
Alexander Nübel kann Schalke 04 im Sommer 2020 ablösefrei verlassen.
Foto: imago images / DeFodi

Gelsenkirchen. Viel Kritik musste sich Christian Heidel nach seiner Vertragsauflösung im Februar bei Schalke 04 anhören. Besonders Clemens Tönnies schoss mehrmals scharf in Richtung des Ex-Managers von Schalke 04.

Nach über fünf Monaten meldet sich Christian Heidel nun in der ARD-Sendung „Sportschau-Thema“ zu Wort und sagt, die Kritik „ist an den Tatsachen vollkommen vorbei“.

Schalke 04: Christian Heidel reagiert erstmals auf Tönnies-Kritik

Acht Monate bevor Heidel Schalke 04 verließ, hätten sich noch alle in den Armen gelegen. Die Königsblauen erreichten nach einer überragenden Saison den zweiten Platz. „Da waren wir alle verantwortlich für“, erklärt der 56-Jährige.

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Für den Misserfolg sei er in der Saison darauf plötzlich alleine verantwortlich gemacht worden. Dennoch betont Heidel: „Ich halte Clemens Tönnies für einen wunderbaren Menschen. Und wenn er Kritik übt, dann steht es ihm zu.“ Er sei weiterhin Schalke-Fan und habe im Saison-Finale mitgezittert, dass der Klassenerhalt gelingt.

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Warum ist nicht rechtzeitig mit Nübel verlängert worden?

Mit in der ARD-Talkrunde ist auch Stefan Backs, Spielerberater der Torhüter Alexander Nübel und Ralf Fährmann. Besonders Nübel avancierte vergangene Saison zum Shooting-Star bei den Knappen. Auch bei der U21-EM machte der Keeper durch zahlreiche Paraden internationale Top-Clubs auf sich aufmerksam. Darauf hätten sich zwei ausländische Berater gemeldet: „Wir hätten zwei Clubs aus dem Ausland, wo er hinwechseln könnte“, so der Spielerberater. „Aber das ist überhaupt kein Thema.“

Nübel hat noch Vertrag bis 2020 bei Schalke. Warum ist dieser nicht rechtzeitig verlängert worden? Heidel erklärt, er habe abwarten wollen, wie sich das Torwart-Talent entwickelt. Bis zum Winter hätte er erst zwei Pflichtspiele für Schalke gemacht, meint Heidel. Tatsächlich stand Nübel in sechs Partien vor der Winterpause zwischen den Pfosten.

„Im Winter stand dann ein Wechsel von Alex Nübel im Raum. Ich habe den Wechsel nicht zugelassen“, rechtfertigt der damalige Sport-Manager. Augsburg sei an dem Torhüter interessiert gewesen.

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Verwirrung im Vertrag

Unstimmigkeit herrscht zwischen Spielerberater Backs und Heidel über eine Klausel im Vertrag. So sei der Spieler Nübel von einer anderen Laufzeit ausgegangen, als vertraglich festgeschrieben war. Backs behauptet, erst als er den Kontrakt gelesen habe, hätte er Nübel die tatsächliche Laufzeit bis 2020 mitgeteilt.

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Heidel hält dagegen, dass von Schalker Seite nie von einer anderen Laufzeit gesprochen wurde. „Wenn der Vertrag nicht richtig gelesen wurde, kann ja niemand etwas dafür“, merkt der Ex-Schalke-Manager an.

Gegenüber der „SportBild“ hatte Heidel hingegen betont, dass sich Nübels Vertrag aufgrund einer Klausel bis 2021 verlängere. Weil der 22-Jährige eine bestimmte Anzahl an Spielen absolvierte, war die Klausel nicht mehr gültig. Nun kann Nübel kommenden Sommer den Verein ablösefrei verlassen.

>> Hier kannst du die ARD-Sendung „Sportschau-Thema“ anschauen.

 
 

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