Gelsenkirchen

FC Schalke 04: VAR-Wut! Jetzt spricht Schiedsrichter Marco Fritz über den Handspiel-Hattrick

Beim FC Schalke 04 wird auf den VAR geflucht.
Beim FC Schalke 04 wird auf den VAR geflucht.
Foto: imago images / Team 2

Gelsenkirchen. Dass die 0:3-Niederlage vom Samstagabend verdient war, zweifeln die wenigsten Fans des FC Schalke 04 an. Und trotzdem wüten viele Königsblaue nach dem Spiel.

Fans, Spieler, Trainer – alle sind stinksauer auf Schiedsrichter Marco Fritz und den Videoschiedsrichter Bastian Dankert.

Dreimal ging ein Aufschrei durch die Arena. Alle auf Seiten des FC Schalke 04 hatten Handspiele der Bayern im Strafraum gesehen.

FC Schalke 04: VAR-Wut nach nicht gegebenen Handelfmetern

Die Videobilder belegen: Erst bekam Benjamin Pavard einen Kopfball an den ausgestreckten Arm, dann schien Ivan Perisic zweimal den Arm regelrecht in die Schussbahn zu halten.

Hat Schalke-Trainer David Wagner bei der zweiten strittigen Szene noch Nachsicht, waren die beiden anderen Schiedsrichter-Entscheidungen für ihn klare Handspiele.

„Pavard hat seine Körperfläche vergrößert und der Ball geht auf, wenn nicht gar ins Tor“, so ein frustrierter Wagner bei „Sky“ zur ersten Szene in der 56. Minute. „Er spreizt den Arm ab, deshalb geht der Ball nicht ins Tor. Nach meinem Empfinden und so, wie ich die Regeln verstanden habe, ist das ein klares Handspiel und damit ein klarer Elfer!“

David Wagner sauer: „Das war sogar Absicht!“

Und auch das dritte Handspiel, Perisic bekam den Ball bei einem Freistoß an den Arm, war für den Trainer des FC Schalke 04 elfmeterreif. „Das ist Vergrößerung der Körperfläche und sogar Absicht. Ivan weiß, was er da tut. Er sieht den Ball und weiß, was er mit der Bewegung macht. Auch ein ganz klarer Elfmeter für mich“, macht Wagner klar.

Besonders brisant: Offenbar hatte der Videoschiedsrichter ausgerechnet diese beiden Szenen nicht einmal überprüft – sondern nur das zweite Handspiel. „Auf die Erklärung bin ich gespannt“, sagt Wagner.

Marco Fritz äußert sich: „Keine hundertprozentige Fehlentscheidung von mir“

Im ZDF-Sportstudio bezog Schiedsrichter Marco Fritz Stellung zu den strittigen Situationen. Im ersten Handspiel von Pavard sieht Fritz keine strafbare Handlung: „Die erste Szene ist für mich unabsichtlich“, so Fritz.

Der zweite hochstrittige Szene beim Schalke-Freistoß spricht er aber Elfmeter-Qualität zu. „Ich würde es wahrscheinlich anders entscheiden, kann aber nachvollziehen, dass ich nicht rausgeschickt wurde, weil es keine hundertprozentige Fehlentscheidung von mir war“, sagte der 41-Jährige zum Handspiel von Ivan Perisic.

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Auch Wagners Tochter Lea, Sportmoderatorin Lea Wagner, giftete gegen den Schiedsrichter. Auf Instagram schrieb sie: „Wenn der Videoschiedsrichter laut Tim Walter (Trainer VfB Stuttgart, Anm. d. Red.) gestern Pausenbrot essen war, war er heute zum 5-Gang-Menü verabredet.“

Auch im Netz wüten die Schalke-Fans gegen Schiri Fritz und vor allem den Kölner Keller.

Einige Reaktionen:

  • Nordkurvenliebe: „Diese Schiedsrichterleistung ist ein schlechter Scherz. Die Bayern dürfen rumhampeln und Handball spielen wie sie wollen. Ich kotz ab.“
  • Tinehasi: „Ich finde es traurig für die gesamte Bundesliga, dass eindeutige Handszenen im Bayernstrafraum vom VAR nicht mal überprüft werden. Schämt euch Köln!“
  • Marco: „VAR-Regel Nummer 1: Niemals Elfmeter gegen Bayern pfeifen!“
  • Christian: „Ordentlich verkauft aber gegen Lewandowski, den VAR und Schiedsrichter letztendlich keine Chance.“
  • BVBine: „Jeder kann es sehen in der Glotze, JEDER Der Schiri und VAR haben den S04 betrogen!“
  • AchtAcht: „Ich bin wahrlich kein Schalke Fan. Aber so wie Schalke heute beschissen wurde, das ist eine Schande für die Bundesliga. Pfui Teufel. Und Sky feiert die roten Helden bis zur Bewusstlosigkeit.“
 
 

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