Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Fans hellhörig – geht es jetzt dem VAR an den Kragen?

Der Videoassistent verärgerte die Schalke-Fans in dieser Saison schon häufig.
Der Videoassistent verärgerte die Schalke-Fans in dieser Saison schon häufig.

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 und der Videoschiedsrichter werden in dieser Saison wohl keine Freunde mehr. Schon diverse Male hatten S04-Akteure und Fans mit den technisch unterstützten Schiedsrichter-Entscheidungen gehadert.

Deshalb wird man im königsblauen Lager jetzt hellhörig: Beim DFB wurde Einspruch gegen eine VAR-Entscheidung eingelegt.

FC Schalke 04: Viele kritische VAR-Szenen

Die Liste der unglücklichen Entscheidungen zu Ungunsten der Knappen ist lang: Da war das hoch umstrittene Hinspiel gegen den FC Bayern München (Endstand: 0:3 aus Schalker Sicht), bei dem gleich zwei Handspiele des Gegners nicht als solche gewertet wurden. In einer Szene griff der VAR nicht einmal ein.

Auch ein weiteres Handspiel im Derby auf Schalke, als der Ball an den ausgestreckten Arm des Dortmunders Thorgan Hazard sprang, sorgte für Fanwut. Denn auch hier ergab die Schiedsrichter-Rücksprache mit dem VAR: weiterspielen.

Da war auch der Elfmeter für Union Berlin, über den selbst der eingefleischte Union-Fan schmunzeln musste. Union-Spieler Robert Andrich war ohne jeden Kontakt des Schalker Verteidigers Matija Nastasic zu Boden gefallen. Der Elfmeter wurde dennoch nicht zurückgenommen.

Und zuletzt bekam Wagner nach Schiedsrichter-Ansicht der TV-Bilder die Rote Karte für eine hitzige Szene beim Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin (3:2 n.V.). Die Entscheidung wird erst Tage später durch das DFB-Sportgericht revidiert und die Sperre aufgehoben.

VAR-Einspruch lässt S04-Fans aufhorchen

Dass jetzt Dynamo Dresden offiziell Einspruch gegen die Spielverwertung der Zweitligapartie gegen den SV Darmstadt einlegt, gibt den S04-Fans Hoffnung auf Veränderungen. Den Dresdenern war ein reguläres Tor wegen angeblicher Abseitsstellung fälschlicherweise aberkannt worden – und das erst durch (!) die Überprüfung des VAR.

Der Verein ließ deshalb verlauten, „dass wir das äußerst umstrittene Zustandekommen der Niederlage gegen Darmstadt nicht einfach so hinnehmen können.“ Das DFB-Sportgericht wird jetzt über den weiteren Verlauf des Verfahrens entscheiden.

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„Wir müssen darüber sprechen, wie wir mit diesem Videoschiedsrichter umgehen“, betonte zuletzt auch S04-Trainer David Wagner. „Unter Umständen gibt es einfach eine Fehlerquelle mehr.“

Er bemängelte dabei vor allem, dass die Trainer und Spieler nicht in die Diskussionen mit einbezogen würden und plädierte, wie schon zuvor Gladbach-Trainer Marco Rose, für eine Gesprächsrunde mit den Schiedsrichtern: „Wir müssen den Einsatz dieser Technologie verbessern.“

 
 

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