Gelsenkirchen

FC Schalke 04 und der Poker um Leon Goretzka – Christian Heidel verrät: Das ist der Stand der Dinge

Verhandeln: Schalke-Sportvorstand Christian Heidel, Sportdirektor Axel Schuster (Mitte) und Leon Goretzka (r.).
Verhandeln: Schalke-Sportvorstand Christian Heidel, Sportdirektor Axel Schuster (Mitte) und Leon Goretzka (r.).
Foto: imago

Gelsenkirchen. Schalkes Sportvorstand Christian Heidel macht sich und den Fans weiterhin Hoffnung auf einen Verbleib von Nationalspieler Leon Goretzka, dessen Vertrag im Juni 2018 ausläuft.

„Ich glaube, dass der Weg, den wir momentan gehen, sicherlich kein Nachteil ist bei der Entscheidung von Leon – ohne sagen zu können, dass er sich für uns entscheidet“, so Heidel in der Sky-Sendung „Wontorra, der Fußball-Talk“ am Sonntagmittag.

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Heidel: Alles getan, um Goretzka zu halten

Heidel stellte erneut klar: „Wir haben alles dafür getan, was für Schalke 04 möglich ist, um Leon zu halten.“ Zu Zahlen und Konditionen verriet der 54-Jährige nichts. Allerdings war im Vorfeld schon durchgesickert, dass der Malocherklub beim neuen Angebot für Goretzka die Schallmauer von zehn Millionen Euro Jahresgehalt durchbrochen haben soll.

Beim Kampf um das Halten von Leon Goretzka geht es nach Heidels Ansicht aber nicht nur um Geld. „Wir wollen ihn überzeugen. Der Trainer soll ihn überzeugen. Die Mannschaft soll ihn überzeugen. Über das wirtschaftliche wurde auch gesprochen. Wir tun alles dafür, dass Leon bleibt, aber im Endeffekt ist es seine Entscheidung“, skizziert Heidel und streicht einen wichtigen Aspekt heraus: „Für Leon ist extrem wichtig, dass er bei Schalke 04 eine Entwicklung sieht. Das ist in den Gesprächen deutlich geworden, dass es der Anspruch von Leon nicht sein wird, um Platz zehn zu spielen.“

„Goretzka ein außergewöhnlicher Spieler“

Dass Goretzka das Gesicht und die Triebfeder des neuen FC Schalke 04 werden soll, könnte seine Entscheidung am Ende beeinflussen.

„Leon ist sicherlich ein außergewöhnlicher Spieler, der auch bei anderen Klubs, die vielleicht noch vor Schalke stehen, spielen kann. Aber für seine Entwicklung auf Schalke, der dominante Spieler zu sein, vielleicht diese Mannschaft zu führen, diese Entwicklung nach vorne zu führen, ist es einfach perfekt für sein Alter“, meint Heidel, der natürlich weiß, dass es für Goretzka mit Bayern München und anderen Top-Klubs reichlich Interessenten gibt: „Ich kann natürlich verstehen, dass es auch andere Überlegungen gibt. Wir setzen Leon nicht unter Druck. Wir haben ein sehr, sehr gutes Verhältnis, haben sehr, sehr offene Gespräche mit ihm und seinem Berater. Wir sind gar nicht in der Situation, Druck ausüben zu können.“

So hofft Schalke 04 weiter, dass der junge Star, der mittlerweile seinen Durchbruch in der A-Nationalelf geschafft hat und als einer der Lieblingsschüler von Bundestrainer Jogi Löw gilt, auch künftig das königsblaue Trikot trägt.

 

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