FC Schalke 04 – Ultras mit großer Sorge vor DIESEN Entwicklungen: „Der letzte Sargnagel“

Beim FC Schalke 04 haben die Ultras Gelsenkirchen zu den aktuellen Entwicklungen im Fußball klar Stellung bezogen.
Beim FC Schalke 04 haben die Ultras Gelsenkirchen zu den aktuellen Entwicklungen im Fußball klar Stellung bezogen.
Foto: imago images/Team 2

Die Ultras Gelsenkirchen haben große Sorgen – nicht nur um die Nöte ihres geliebten FC Schalke 04, sondern auch um mögliche Entwicklungen, die der Fußball im Rahmen der Corona-Krise durchlaufen könnte.

In einem Statement kritisieren die Ultras des FC Schalke 04 das Vorgehen von DFB, DFL und Ländern bei der Zulassung von Zuschauern in Fußballstadien sowie die mangelnde Solidarität zwischen den reichen und kleineren Vereinen in Deutschland.

Schalke-Ultras kritisieren DFL und Co.

„Uns ist bewusst, dass besonders in den unteren Ligen jeder Cent, der durch Zuschauer eingenommen werden könnte, überlebenswichtig ist“, teilen die Ultras Gelsenkirchen mit: „Dennoch scheint es zumindest in den Bundesligen an jeglicher Solidarität zwischen den Vereinen zu fehlen. Eine Wettbewerbsverzerrung wird dabei zugunsten attraktiverer Fernsehbilder und unter Verfolgung der eigenen Interessen bewusst heruntergespielt.“

Ohne die Zuschauer verliere der Fußball seine Seele, stellen die Schalker Ultras klar: „Fußball steht für Leidenschaft, für das Ausgelassene, aber wenn es nicht mal möglich ist, seinen Sitznachbarn bei einem Tor der eigenen Mannschaft zu umarmen, ist spätestens der letzte Funken Emotionen erloschen. […] Mit dem Fußball, wie wir ihn kennen, hat dies nichts zu tun.“

Auch wenn die Ultras Gelsenkirchen es in ihrer Mitteilung nicht erwähnen: Was sie vermutlich fordern, ist nicht eine sofortige Zulassung aller Zuschauer wie vor der Corona-Krise, sondern viel eher eine Aussetzung des Spielbetriebs bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Krise bewältigt ist und die Stadien wieder zu hundert Prozent ausgelastet werden können.

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Sorgen vor Corona-Folgen

Doch zu groß sei die Profitgier bei den Ligen, Vereinen und Verbänden, kritisiert die Ultra-Gruppierung des FC Schalke. Und daher haben die Ultras große Sorgen: „Bei dieser Fokussierung auf Profit, ist die Sorge, dass die aktuelle Krise dafür genutzt wird, personalisierte Tickets oder die Abschaffung von Stehplätzen grundsätzlich durchzudrücken, nicht unbegründet. Zu oft wurde man bereits von den Verbänden und ihren fanfeindlichen Entscheidungen vor den Kopf gestoßen, so dass die Verantwortlichen keinen Vertrauensvorschuss erwarten können. Personalisierte Tickets und die Abschaffung der Stehplätze wären der letzte Sargnagel in einem zunehmend entfremdeten Geschäft, indem es schon heute vielen Fußballfans schwerfällt sich mit den Entwicklungen und Auswüchsen rund um das Produkt „Profifußball“ zu identifizieren.“

Die Konsequenz der Ultras des FC Schalke 04: „Zumindest auf Seiten der Fans werden wir daher solidarisch sein und haben uns unter den aktuellen Umständen vorerst dafür entschieden die Spiele als Gruppe nicht zu besuchen.“

 
 

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