Gelsenkirchen

Tedesco verrät, welchen Spielertyp der FC Schalke auf dem Transfermarkt sucht: „Sind alle der gleichen Meinung“

Auf Schalke hat Domenico Tedesco nach dem 2:1 gegen den VfL Wolfsburg allen Grund zu lachen.
Auf Schalke hat Domenico Tedesco nach dem 2:1 gegen den VfL Wolfsburg allen Grund zu lachen.
Foto: imago/DeFodi

Gelsenkirchen. Seit mehr als drei Wochen ist das Winter-Transferfenster geöffnet – den heiß ersehnten Neuzugang konnte der FC Schalke seinen Fans aber bisher noch nicht präsentieren.

Domenico Tedesco hat nun offen darüber gesprochen, welchen Spielertypen der FC Schalke sucht und wie der Suchprozess abläuft. Wenig überraschend: Nach dem Verkauf von Naldo an die AS Monaco würde Schalke sich über die Verpflichtung eines Innenverteidigers freuen.

FC Schalke 04: Qualität vor Schnelligkeit

„Da sind wir alle der gleichen Meinung“, sagt der S04-Trainer: „Wir haben nur zwei nominelle Innenverteidiger – mit Benjamin Stambouli drei.“

Tedesco stellt aber auch klar: „Bevor es schnelle Transfers gibt, müssen es gute sein.“

Der Coach des FC Schalke will Manager Christian Heidel oder Sportdirektor Axel Schuster daher keinen Druck machen. „Ich konzentriere mich auf die Spieler, die da sind“, so Tedesco.

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„Das ist keine One-Man-Show“

Der 33-Jährige erklärte zudem, wie bei Transfers auf Schalke der Prozess der Entscheidungsfindung abläuft. „Das ist eine extreme enge Zusammenarbeit“, so Tedesco: „Manchmal machen wir aus dem Trainerteam Vorschläge, manchmal das Scouting oder Axel Schuster oder Christian Heidel. Entscheidend ist dann, dass wir das alles gemeinsam dann plausibilisieren.“

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Bei der Sichtung talentierter und passender Spieler übernehme die Scouting-Abteilung einen Großteil der Arbeit, wie Tedesco schildert: „Als Trainer eines Clubs wie dem FC Schalke hast du im laufenden Spielbetrieb für das Beobachten anderer Spieler natürlich nicht so viel Zeit wie die Scouts. Letztendlich haben sich bei uns sechs, sieben oder acht Leute einen Spieler angesehen, bevor wir ihn verpflichten. Das ist keine One-Man-Show.“

Tedesco: Integration ist kein Problem

Dass Tedesco den potenziellen Neuzugang dann während des Spielbetriebs an die Mannschaft heranführen muss, ist für den Schalke-Coach keine große Schwierigkeit. „Wir haben eine offene Truppe. Daher ist es kein Problem, einen neuen Spieler zu integrieren. Klar, der Spieler muss die Abläufe kennenlernen, er muss Schalke kennenlernen. Aber das bekommen wir hin.“

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Schuster: Darum dauert es mit den Transfers

Viele Fans fragen sich, warum Schalke so lange braucht, um den gesuchten Innenverteidiger oder gar einen zusätzlichen Spieler für den Angriff zu verpflichten. Sportdirektor Schuster hat eine einfache Erklärung: „Der Transfermarkt geht in diesem Winter grundsätzlich sehr schleppend voran. Da hängen viele Wechsel auch untereinander voneinander ab. Da wird abgewartet und taktiert. Es wäre blöd, wenn wir jetzt was abschließen, und in fünf Tagen merken wir, dass eine von uns präferierte Lösung nun doch möglich gewesen wäre.“

 
 

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