Gelsenkirchen

FC Schalke 04: So lief das Tönnies-Aus WIRKLICH ab

Clemens Tönnies ist nicht länger Aufsichtsratsboss des FC Schalke 04.
Clemens Tönnies ist nicht länger Aufsichtsratsboss des FC Schalke 04.
Foto: imago images/Sven Simon

Gelsenkirchen. Auch wenn viele Fans des FC Schalke 04 sich einen Rücktritt von Clemens Tönnies gewünscht hatten – dass der Aufsichtsratsboss tatsächlich so kurzfristig seinen Hut nehmen würde, hatte wohl kaum jemand erwartet.

Das Tönnies-Aus auf Schalke kam überraschend – nicht nur für die Fans, sondern auch für die anderen Verantwortlichen im Verein, wie Alexander Jobst und Jochen Schneiden nun erklärten.

FC Schalke 04: Vorstand von Tönnies-Aus überrascht

Marketingboss Jobst: „Das war eine Entwicklung, die im Laufe der vergangenen Tage erfolgt ist. Der Entschluss hat uns überrascht.“

Der 46-Jährige weiter: „Ich hatte in den vergangenen Tagen mehrere Telefongespräche mit Clemens Tönnies. Aus diesen Gesprächen ging immer wieder hervor, dass ihm diese Entscheidung alles andere als leicht gefallen ist.“

Die Entscheidung respektiert Jobst voll und ganz: „Wer Clemens Tönnies kennt, der weiß, dass er zu seinen Entschlüssen steht. Daher gab es weder von mir noch von Jochen Schneider irgendwelche Überredungs-Absichten. Clemens Tönnies hat gesagt, dass er sich jetzt vollumfänglich um die Belange seines Unternehmens kümmert.“

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Schneider: „Dafür gebührt Tönnies unser größter Respekt“

Sportvorstand Schneider fügte hinzu: „Wir haben am Dienstag überraschend von seinem Rücktritt erfahren. 26 Jahre lang hat Clemens Tönnies den Verein mit sehr viel Herzblut geführt. Er steht stellvertretend für die Realisierung vieler Großprojekte, wie zum Beispiel dem Bau der wunderschönen Veltins Arena. Clemens Tönnies hat diesen Verein geprägt und gelenkt. Jeder von uns weiß, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen ist. Dafür gebührt ihm unser größter Respekt.“

Demo gegen Tönnies

Am Samstag hatte es auf Schalke noch eine Demonstration gegeben, die sich gegen Tönnies gerichtet hatte. Mehr als tausend Schalke-Fans hatten sich rund um der Arena versammelt, um ihrem Unmut freien Lauf zu lassen.

Ausschlaggebend für den großen Protest waren auch Aussagen der ehemaligen Ehrenrätin Kornelia Toporzysek, die in der vergangenen Woche offenlegte, wie skandalös das Verfahren gegen Tönnies im Rassismus-Skandal im vergangenen Sommer abgelaufen war.

 
 

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