Gelsenkirchen

FC Schalke 04 verzweifelt an Abschlussschwäche – Uth brummt: „Soll ich jetzt den Kopf in den Sand stecken, oder was?“

Beim FC Schalke 04 hadern die Stürmer derzeit mit ihrer Chancenverwertung.
Beim FC Schalke 04 hadern die Stürmer derzeit mit ihrer Chancenverwertung.
Foto: imago/Depo Photos

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 trifft das Tor nicht mehr - und niemand verkörperte dieses Manko beim 0:0 in Istanbul mehr als Breel Embolo.

Gleich vier hervorragende Gelegenheiten zum Siegtreffer hatte Embolo, der den FC Schalke 04 vor zwei Jahren 25 Millionen Euro gekostet hatte, nicht genutzt. "Wir laufen drei-, viermal allein aufs Tor zu und kriegen den Ball nicht rein", klagte Sportvorstand Christian Heidel.

FC Schalke 04 mit Abschlussschwäche

Das Ergebnis der eklatanten Abschlussschwäche der Königsblauen: In zwölf Pflichtspielen stehen erst neun Tore zu Buche, bereits zum fünften Mal blieb der Bundesliga-16. ohne Treffer. In Istanbul wurde die beste Saisonleistung der stark aufspielenden und dominanten Schalker nicht belohnt.

Die Torschusspanik des 21-Jährigen rief sogar leise Kritik aus dem Mannschaftskreis hervor. "Er muss den ersten in die Ecke schieben und vielleicht nicht auf den Torwart schießen", meinte Neu-Nationalspieler Mark Uth zur größten Chance des Schweizers (47.), "das weiß er ja selber."

Uth: "Müssen jetzt in der Liga Gas geben"

In der Champions League ist die Torflaute zwar ärgerlich, aber bislang noch ohne ernsthafte Konsequenzen: Als Tabellenzweiter der Gruppe D liegt Schalke zur Halbzeit mit fünf Punkten "voll im Soll", wie Uth meinte. Anders sieht es in der Bundesliga aus: Auf Platz 16 abgestürzt, droht am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) bei RB Leipzig bereits die siebte Saisonpleite. "Da müssen wir jetzt Gas geben", forderte Uth.

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Trainer Domenico Tedesco hatte in Istanbul wieder tief in die Taktik-Trickkiste gegriffen, um das lahmende Schalker Spiel in Schwung zu bringen. Mit Nationalstürmer Uth auf der Achter-Position und dem erst zweiten Einsatz des diesjährigen Königstransfers Sebastian Rudy in knapp fünf Wochen stärkte er das Mittelfeld mit ballsicheren Spielern. Prompt sprangen deutlich mehr Großchancen heraus als zuletzt, vor allem Uth überzeugte als Vorbereiter.

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Dafür fehlte im Sturm die Treffsicherheit des Ex-Hoffenheimers, der in der Vorsaison mit 14 Bundesligatoren geglänzt hatte. Bei den Königsblauen allerdings hat sich der 27-Jährige von der Abschlussschwäche anstecken lassen, noch wartet er auf seinen ersten Treffer für seinen neuen Arbeitgeber. "Soll ich den Kopf in den Sand stecken?", fragte er.

Tedesco stellt klar: "Wir haben super Stürmer"

Ähnlich verzweifelt dürfte mittlerweile auch Tedesco sein. Egal, was der Trainer-Überflieger der vergangenen Saison auch versucht - der Erfolg will sich nicht einstellen. "Wir arbeiten wie die Tiere, ackern ohne Ende", sagte der 33-Jährige, "aber wir belohnen uns nicht." Die schwache Trefferquote sei "definitiv keine Qualitätsfrage", betonte Tedesco, "wir haben super Stürmer."

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Wann allerdings endlich der Knoten bei seinen Angreifern platzt, weiß der Coach auch nicht. Ihm bleibt nur die Hoffnung auf schnelle Besserung: "Da wird schon einer reingehen, die Phase kann ja nicht ewig so gehen." (dhe/sid)

 
 

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