Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Sky-Experten holen zum großen Rundumschlag aus: „Wie auf der Titanic“ ++ „Planlos!“ ++ „Dann steigen sie ab“

Der FC Schalke 04 kassierte am Freitagabend in Bremen die nächste Niederlage.
Der FC Schalke 04 kassierte am Freitagabend in Bremen die nächste Niederlage.
Foto: imago images / Team 2

Gelsenkirchen. Scharfe Kritik am FC Schalke 04!

Am Freitagabend hatten die Königsblauen bei Werder Bremen (2:4) den nächsten Rückschlag hingenommen. Mit 23 Punkten nach 25 Spielen bleibt der FC Schalke 04 auf dem 14. Platz, und die Abstiegssorgen werden immer größer.

FC Schalke 04: Kritik an Leistung des S04-Teams

Beim Sky-Talk „Wontorra“ wurde Schalke daher zum großen Thema. Zwei ehemalige Bundesliga-Profis teilten dabei deutlich gegen die Königsblauen aus.

Thomas Berthold findet die Leistung der Schalker erschreckend schwach. „Der Mannschaft fehlt jegliches Selbstvertrauen, und jeder einzelne Spieler läuft seiner Form hinterher“, meinte der Weltmeister von 1990.

Der frühere Spieler von Eintracht Frankfurt, Bayern München und dem VfB Stuttgart bemängelte zudem: „Die Defensive ist nicht stabil genug. Vier Gegentore hier, drei Gegentore da – das ist zu viel.“

Berthold: „Schalke spielte über den eigenen Verhältnissen“

Berthold holte zum großen Rundumschlag aus. „Jeder weiß, dass Schalke in der vergangenen Saison über den eigenen Verhältnissen gespielt hat. Schalke hat mal hier Glück gehabt, mal dort Glück gehabt, und plötzlich war Schalke da oben, auch weil außer den Bayern alle anderen in der Liga schwächelten.“

Berthold weiter: „Da musst du die deine eigene Tabellenposition auch mal realistisch einschätzen und nicht glauben, dass das jetzt einfach so weitergeht.“

Fjörtoft: „Schalke ist planlos“

An diesem Punkt setzte auch Jan Aage Fjörtoft ein. Der frühere Angreifer von Eintracht Frankurt meinte: „Die Schalker glauben, sie spielen sich da schon raus. Im Englischen gibt’s diesen Begriff „too good to go down“. Sie glauben, sie sind zu gut zum Absteigen.“

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Fjörtoft weiter: „Man hat auf Schalke nicht analysiert, warum man Zweiter geworden ist.“

Der Norweger kritisierte die Königsblauen scharf: „Schalke ist planlos. Wenn man die Schalker sieht, denkt man: Wie spielen die eigentlich?“

Berthold fordert „Schalke-Fußball“

Das sah auch Berthold so: „Du musst mal wieder für eine Art von Fußball stehen, bei der die Leute sagen: Jawoll, das ist das Schalke“, so der 54-Jährige: „Wenn du die Leute heute fragst, wofür der Schalker Fußball steht, sagen die Leute: Keine Ahnung. Der Ball wird einfach hoch und weit nach vorne geschlagen, und vorne hilft vielleicht der liebe Gott, und hinten schlägt’s vier Mal ein.“

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Fjörtoft schlug derweil Alarm: „Schalke muss überleben. Bei Schalke kommt es mir vor wie das Orchester auf der Titanic. Da wird viel geredet, viel Musik gemacht, aber sie gehen unter. Kaderplaner, Sportdirektor – langfristig sind das alles gute Ideen. Aber Schalke muss jetzt erstmal überleben. Denn in der zweiten Liga werden sie keine guten Leute bekommen.“

Fjörtoft: „Dann steigt Schalke ab“

Fjörtoft ist sich sicher: „Schalke kann absteigen. Wenn Schalke nicht den Willen entwickelt, dann steigen sie auch ab.“

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Zumindest dahingehend ist Berthold anderer Meinung: „Ich glaube es nicht. Schalke wird noch gewinnen. Und die Mannschaften, die unter ihnen stehen, sind noch viel schlechter.“

 
 

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