Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Nach Verletzungsschock – wie lange fällt McKennie aus?

Weston McKennie verletzte sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers.
Weston McKennie verletzte sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers.
Foto: imago images/Jan Huebner

Gelsenkirchen. Nicht noch einer! Das dachten sich wohl die Fans des FC Schalke 04 in der elften Spielminute beim 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Weston McKennie lag mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden.

Der US-Nationalspieler war nach einem Luftzweikampf mit dem Frankfurter Bas Dost falsch gelandet, musste mit der Trage vom Platz getragen werden. Wie lange fällt McKennie jetzt aus?

FC Schalke 04: McKennie – so lange könnte er fehlen

Die Verletzung trifft die Schalker in der denkbar schlechtesten Situation. Mit Benjamin Stambouli (Fußverletzung) und Salif Sané (Knieverletzung) fallen zwei Innenverteidiger bereits länger aus. Weil auch Nastasic sich zuletzt immer wieder mit verschiedenen Problemen herumschlug, musste der gelernte Mittelfeldspieler McKennie gegen Frankfurt wieder in der Viererkette aushelfen.

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Doch bereits nach elf Minuten war das Spiel für McKennie schon wieder beendet. Er landete unglücklich und – so die erste Diagnose – kugelte sich dabei die Schulter aus. Nach dem Spiel äußerte sich David Wagner zu der Verletzung: „Ob eine OP nötig ist oder nicht, wird sich noch entscheiden. Aber er wird ganz sicher länger ausfallen“, so der Trainer.

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Wie lange ist „länger“? Die Vergangenheit zeigt: McKennie drohen im schlimmsten Fall bis zu zwei Monate Zwangspause. Eine Auswertung ähnlicher Verletzungen des Portals „fussballverletzungen.com“ errechnet durchschnittlich 63,1 Ausfalltage für Fußballer mit einer sogenannten Schulterluxation, also einer Ausrenkung des Schultergelenks.

Wagners Option in der Verteidigung

Wie lange es bei McKennie tatsächlich dauert, bleibt abzuwarten. Als sicher gilt, dass er für die beiden letzten Spiele in diesem Jahr (Mittwoch in Wolfsburg, Samstag gegen Freiburg) nicht zur Verfügung steht.

David Wagner hat dann, vorausgesetzt Nastasic fehlt weiter, wohl drei Optionen:

  1. Der junge Innenverteidiger Timo Becker könnte nach seinem Mini-Einsatz gegen Union Berlin (eine Minute) sein Startelf-Debüt neben Ozan Kabak feiern.
  2. Wagner setzt auf die Notfall-Konstellation aus Oczipka in der Innenverteidigung und Miranda als Linksverteidiger. Das hat nach McKennies Verletzung gegen Frankfurt überraschend gut geklappt.
  3. Schalke stellt das System um. In einer Dreierkette mit Kabak als zentralem Innenverteidiger hätte Wagner das Problem „weggecoacht“.