FC Schalke 04: Kommt die Ausgliederung? Tönnies redet Klartext: „Ziel ist es…“

Clemens Tönnies spricht Klartext über die Möglichkeit der Ausgliederung.
Clemens Tönnies spricht Klartext über die Möglichkeit der Ausgliederung.
Foto: imago images/Pakusch

Da bahnt sich eine emotionale Debatte beim FC Schalke 04 an! Nach der bitteren 0:4-Derby-Pleite bei Borussia Dortmund zeigt sich Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies offen wie nie für eine wegweisende Debatte.

Es geht um die von vielen Fans kritisch gesehene Frage, ob der Klub die Profiabteilung ausgliedern sollte.

FC Schalke 04: Tönnies offen für Ausgliederungsdebatte

Als einer der wenigen verbliebenen Klubs im Profifußball ist der FC Schalke 04 noch immer ein eingetragenen Verein. Für traditionsbewusste Fans ist der e.V. von hoher Bedeutung, immer wieder bringen die Ultras das mit Choreographien zum Ausdruck. Mitglieder haben im eingetragenen Verein die größten Möglichkeiten zur Mitbestimmung. Allerdings lässt diese Rechtsform keine Anteilsverkäufe und externe Finanzierung durch Investoren zu.

Befürworter der Ausgliederung argumentieren deshalb, dass Schalke im immer rasanter wachsenden Fußball-Geschäft mit immensen Ablösesummen und Gehältern schon bald nicht mehr mithalten kann.

Clemens Tönnies ist sich der schon länger im Schalker Fanlager schwelenden Debatte bewusst: „Wir diskutieren eigentlich seit Jahren darüber, ob wir nachhaltig ein traditioneller Fußballklub bleiben können.“

Jetzt überrascht der Aufsichtsratsboss mit seiner Offenheit in der Frage. In der Sky-Sendung „Wontorra“ sagte Tönnies über eine mögliche Ausgliederung der Profis: „Diese Diskussion müssen wir aktuell im Vorstand und Aufsichtsrat noch einmal aufgreifen. Wir erarbeiten Konzepte, wie das aussehen kann. Ich sehe es als Aufgabe des Aufsichtsrats, und für mich als Vorsitzendem, das anzustoßen. Wir haben jetzt erst einmal die nächsten Spiele zu machen - parallel arbeiten wir das aus.“

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Erstmals spricht Tönnies also unverblümt darüber, dass sich der Klub mit dem Thema auseinandersetzt. Doch ohne die Zustimmung der Fans wird eine Ausgliederung nicht möglich sein. Das weiß er und kündigt deshalb an, die Fans in die Debatte einzubinden: „Wir haben eine unglaublich tolle Schar von Fans und Mitgliedern – die muss man mitnehmen. Da kann man nicht gegen den Willen oder Zeitgeist gegen die Mitglieder entscheiden.“

Beim FC Schalke stehen also mal wieder spannende Monate ins Haus. Die nächsten großen Entscheidungen dürften den Weg des Klubs langfristig beeinflussen. (the)

 
 

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