FC Schalke 04: Fans rasten aus, weil Tönnies auf der Tribüne sitzt – S04 gibt Erklärung ab

FC Schalke 04: Was machte Clemens Tönnies im Stadion?
FC Schalke 04: Was machte Clemens Tönnies im Stadion?
Foto: imago images/RHR-Foto

Es fehlten einem die Worte. Schalke 04 geriet zum Saisonauftakt gegen den FC Bayern München dermaßen unter die Räder. 0:8 hieß es am Ende aus Sicht der Knappen. Nach nur einem Spiel sind sie beim FC Schalke 04 ziemlich bedient.

Die Verantwortlichen sahen geschockt von der Tribüne aus zu, was auf dem Rasen vor sich ging. Ein Gesicht erregte dabei besonders die Aufmerksamkeit der Fans.

FC Schalke 04: Tönnies sitzt im Stadion – und sieht ein Debakel

Das Spiel begann furios. Nach nicht mal einer Minute hatten sogar die Schalker die erste Chance der Partie, Goncalo Paciencia scheiterte allerdings an Manuel Neuer. Danach ging es für die Königsblauen den Bach runter.

Von gestillter Erfolgsgier war nach dem Triple-Sieg nichts zu spüren. Allen voran Serge Gnabry und Leroy Sané kombinierten nach Belieben. Gnabry traf mit einem schönen Schlenzer (4.), Goretzka (19.) und Lewandowski (31.) erhöhten noch vor der Pause.

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Bayern München – Schalke 04 8:0 (3:0)

Tore: 1:0 Gnabry (4.), 2:0 Goretzka (19.), 3:0 Lewandowski (31.), 4:0 Gnabry (47.), 5:0 Gnabry (59.), 6:0 Müller (69.), 7:0 Sané (72.), 8:0 Musiala (81.)

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Schalke präsentierte sich erschreckend schwach. Das sah auch Clemens Tönnies auf der Tribüne so. Richtig, der Clemens Tönnies, der vor einigen Monaten als Schalke-Boss zurückgetreten war, saß in der Allianz-Arena neben allem was Rang und Namen bei den Knappen hat.

Während Zuschauer von der Partie ausgeschlossen waren, durften die Vereine wieder einige ihrer Vertreter mitbringen. Und so war Tönnies eingerahmt von den Schalker-Machern Michael Reschke, Jochen Schneider und Alexander Jobst zu sehen.

„Clemens Tönnies war am Freitag im Stadion, weil er enge Freundschaften zum FCB-Präsidium pflegt. Selbstverständlich sitzt er lieber bei der Schalke-Delegation", teilte der Club nun in einer offiziellen Stellungnahme mit.

Tönnies trat nach Corona-Skandal zurück

Ende Juni war Tönnies als Vorsitzender des Aufsichtsrats nach 26 Jahren im Verein zurückgetreten. Bei den Fans war der Fleischfabrikant schon vor einiger Zeit in Ungnade gefallen – da taten die schlechten Ergebnisse der Schalker und die miserable Außendarstellung ihr Übriges.

Nachdem dann auch noch in seiner Fleischfabrik Corona ausgebrochen war, zog er die Notbremse und verkündete seinen Rücktritt. Seitdem war er in Verbindung mit S04 nicht mehr aufgetreten. Bis eben zu dem Bayern-Spiel.

S04-Fans rasten aus

Bei den Fans kam die Aktion natürlich nicht gut an. Tönnies ist durch seine rassistischen Äußerungen in Ungnade gefallen. Kurz vor seinem Rücktritt hatten zahlreiche Fans gegen ihn demonstriert. Weil er nun im Stadion saß, rasteten die Fans auf Twitter aus. Hier die Reaktionen:

  • „Dass man haushoch verliert, ist ätzend, aber war klar. Dass Tönnies da vom Vorstand hofiert und ohne Not als einer von ihnen ins Stadion mitgebracht wird, ist ein schlimmerer Schlag ins Gesicht des S04. Jobst und Schneider haben weder Eier noch Fingerspitzengefühl.“
  • „Dass Tönnies da heute neben dem ganzen Schalke Tross sitzt sagt doch alles. Es wird sich eben nichts ändern. Neben dem 8:0 ist das eigentlich die wirkliche Frechheit des Abends.“
  • „Alleine dass Schneider, Jobst und Reschke sich neben Tönnies auf die Tribüne setzen zeigt, wie wenig sie von ihrem vereinsschädigenden Verhalten tatsächlich verstanden haben.“
  • „Wie kann der Tönnies da ohne Funktion sitzen. Oder reicht es Milliardär zu sein?“
  • „Herr Tönnies, halten Sie sich von unserem Verein fern.“
  • „Was mehr wehtut als die Niederlage ist der Arschtritt der Schalker Führungsebene gegen die Fans und gegen alle, die an einen Neuanfang OHNE Tönnies geglaubt hat. Das tut weh“

Zweite Horror-Halbzeit

Mit oder ohne Tönnies – das spielt bei der Frage nach Erfolg für die Schalker ohnehin scheinbar keine Rolle. In der zweiten Halbzeit war die Mannschaft von David Wagner eigentlich nur noch körperlich anwesend. Bayern schaltete und waltete.

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Gnabry durfte noch zwei Tore schießen (47. & 59.), Thomas Müller und Sané (69. & 72.) machten das Debakel vollends perfekt. Am Ende wurde es dann auch noch historisch. Der eingewechselte Jamal Musiala traf zum 8:0 (81.) und trug sich damit als jüngster Bayern Torschütze der Geschichte ein. (mh)

 
 

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