Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Ausgerechnet ER zeigt Verständnis für den Nübel-Wechsel zum FC Bayern

Alexander Nübel wechselt vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München.
Alexander Nübel wechselt vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München.
Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Gelsenkirchen. Seit Samstag ist es offiziell: Alexander Nübel wechselt zum 1. Juli 2020 vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München.

Bereits vor Weihnachten hatte der 23-jährige Torhüter angekündigt, dass er den S04 im Sommer ablösefrei verlassen werde. Dass es nun die Bayern werden, macht viele Schalke-Fans doppelt sauer.

FC Schalke 04: Bosse sind enttäuscht von Nübel

Auch der Verein selbst zeigte sich von Nübels Entscheidung nicht sonderlich begeistert. „Wir haben alles dafür getan, ihn auf Schalke zu halten. Nun müssen wir seine Entscheidung akzeptieren – kapieren tue ich sie nicht“, sagte Aufsichtsratchef Clemens Tönnies der „Bild“.

Ähnlich äußerte sich Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider. „Nach allen Gesprächen, die wir in den letzten Monaten mit Alexander Nübel und seinem Berater geführt haben, sind wir über seinen Entschluss nicht sehr überrascht und respektieren diesen selbstverständlich“, so Schneider. „Verstehen müssen wir seine Entscheidung indes nicht.“

+++ FC Schalke 04: Unfassbarer Januar-Fluch! Geht DAS schon wieder los? +++

Nübel nicht mehr S04-Kapitän

Auf die deutlichen Worte seitens der Schalker Vereinsführung folgten schnell Konsequenzen. Die Königsblauen nahmen Nübel die Kapitänsbinde ab.

„Wir haben uns gemeinsam darauf verständigt, dass Alex sein Kapitänsamt abgibt“, sagte Trainer David Wagner. Nübels Nachfolger wird Mittelfeldmann Omar Mascarell.

+++ Südtirol: 27-Jähriger rast in deutsche Reisegruppe – sechs Tote, auch Opfer aus NRW +++

Ulreich zeigt Verständnis

Trotz all der Kritik zeigte ein Torhüter-Kollege Verständnis für den Wechsel. Ausgerechnet Bayerns aktuelle Nummer 2 Sven Ulreich erklärt: „Wenn ein solcher Torwart wie Alexander Nübel auf dem Markt ist, muss man sich um ihn bemühen.“

Dabei ist der Transfer für Ulreich selbst ein Rückschlag. Der 31-Jährige hat noch einen Vertrag bis 2021. Wäre er in Zukunft als Nummer 3 vorgesehen, wird Ulreich wohl einen Wechsel im Sommer anstreben.

 
 

EURE FAVORITEN