Gelsenkirchen

Ex-Schalke-Torwart rät aussortiertem Keeper Ralf Fährmann zu Wechsel

Schalke-Torwart Ralf Fährmann saß beim Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg nur auf der Bank.
Schalke-Torwart Ralf Fährmann saß beim Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg nur auf der Bank.
Foto: firo

Gelsenkirchen. Es war die Überraschung zum Rückrundenauftakt, als Schalke-Trainer Domenico Tedesco Stamm-Torwart Ralf Fährmann auf die Bank setzte. Für ihn gegen den VfL Wolfsburg zwischen den Pfosten: Der 22-jährige Alexander Nübel. Der U21-Nationalspieler machte eine gute Partie und rettete dem FC Schalke 04 den 2:1-Sieg.

Ralf Fährmann soll von der Entscheidung seines Trainers alles andere als begeistert gewesen sein. Schnell wurden Spekulationen laut, dass der 30-Jährige das nicht auf sich sitzen lassen und den Königsblauen womöglich noch in der Winterpause den Rücken kehren will. Einer, der einen Wechsel gutheißen würde, ist der ehemalige Schalke-Torwart Frank Rost.

+++ FC Schalke 04: Ralf Fährmann nur noch auf der Bank - Spekulationen um Wechsel +++

„Glaube nicht, dass es für Fährmann Sinn macht zu bleiben“

Der heute 45-Jährige war von 2002 bis 2007 fünf Jahre lang beim FC Schalke. Er sagt „Sky Sport“: „Ich glaube nicht, dass es noch großartig Sinn für [Ralf Fährmann] macht, auf Schalke zu bleiben.“ Der Chemnitzer kennt die Situation, in der sich Fährmann jetzt befindet, nur allzu gut: Denn 2006 war Rost Schalkes Stammkeeper. Doch plötzlich degradierte ihn Mirko Slomka, damaliger Trainer, und ließ Manuel Neuer einen festen Bestandteil der Mannschaft werden.

Die beiden Situationen könne man aber nicht miteinander vergleichen, stellt Rost klar. „Es sind völlig unterschiedliche Voraussetzungen“, so der ehemalige Fußballprofi.

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Ex-Schalker Frank Rost: „Was kann der Torhüter dafür?“

Zum Thema Ralf Fährmann sagt er weiter: „Es tut mir leid für ihn, denn dadurch sieht es nun so aus, als wäre er der Buhmann für die schwache Hinrunde. Er hat ja nicht grottenschlecht gespielt oder sich permanent die Bälle selbst ins Tor gehauen.“ Dass Tedesco den 30-Jährigen aussortiert hat, kann er daher nicht nachvollziehen.

Rost: „In der vergangenen Saison hat Schalke zwei Drittel seiner Tore über Standards erzielt, in der Vorrunde waren es jetzt nur noch ein oder zwei Tore nach ruhenden Bällen. Was kann da der Torhüter dafür?“

Domenico Tedesco hatte seine Entscheidung, Nübel anstelle von Fährmann auflaufen zu lassen, bei „Sky“ wie folgt erklärt: „Die Entscheidung ist uns zunächst mal extrem schwer gefallen. Weil Ralf unser Kapitän ist und bleibt, weil er uns oft gerettet hat, weil er ein Super-Mensch ist und ein Super-Torwart.“ Der Trainerstab habe in letzter Zeit aber einige Unsicherheiten erkannt und Ersatz-Torwart Nübel deshalb eine Chance geben wollen. „In der Summe hatten wir das Gefühl, dass bei Ralf der Kopf einfach nicht frei ist.“

 
 

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