Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Ralf Fährmann mit emotionalem Ausbruch auf der Bank – aus diesem Grund

Vor dem Spiel Schalke - Wolfsburg fragte Ralf Fährmann die Pressefotografen sinngemäß: Was wollt ihr von mir?
Vor dem Spiel Schalke - Wolfsburg fragte Ralf Fährmann die Pressefotografen sinngemäß: Was wollt ihr von mir?
Foto: imago/Jan Huebner

Gelsenkirchen. Die erste große emotionale Szene gab es beim Rückrundenauftakt des FC Schalke 04 schon vor Anpfiff des Spiels gegen Wolfsburg (2:1).

Als Ralf Fährmann auf der Bank Platz nahm, waren alle Augen auf ihn gerichtet. Dutzende Pressefotografen und Kameramännern versammelten sich um den Keeper des FC Schalke, der am Sonntagabend überraschend draußen blieb – „aus sportlichen Gründen“, wie Trainer Domenico Tedesco mitteilte. Stattdessen stand Alexander Nübel im königsblauen Kasten.

Torwart-Wechsel bei Schalke

Kaum brach das Blitzlichtgewitter auf Ralf Fährmann aus, da stand der S04-Torwart auf und meckerte die Fotografen an. Was der 30-Jährige wohl mit seinem kurzen emotionalen Ausbruch sagen wollte: Es geht hier nicht um mich, sondern um die Mannschaft. Richtet eure Kameras also aufs Spielfeld!

Schon beim Warmmachen gab es einen Moment, der zeigte, dass der Wechsel im Schalker Tor offenbar bei Ralf Fährmann keine großen Wunden hinterlässt. Innig umarmte er Nübel und sprach ihm Mut für das Spiel zu.

Nübel mit starken Paraden

Und Fährmanns Worte sollten ihre Wirkung erzielen, denn Nübel zeigte eine starke Leistung. Schon nach fünf Minuten wehrte der 22-Jährige einen Kopfball von VfL-Stürmer Admir Mehmedi aus kurzer Distanz mit einem Super-Reflex ab. Wenig später war Nübel Sieger im Eins-gegen-eins mit Yannick Gerhardt, der frei auf den Schalke-Keeper zulief.

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Am Sonntagnachmittag wurde überraschend bekannt, dass Fährmann gegen Wolfsburg auf der Bank sitzen würde. Vor dem Spiel erklärte Tedesco bei Sky: „Wir hatten zuletzt das Gefühl, dass Ralf nicht ganz frei im Kopf ist.“

Tedesco: „Keine endgültige Entscheidung“

Der S04-Coach stellte aber auch klar: „Es ist keine endgültige Entscheidung, sondern eine temporäre. Und auch wenn sie unbequem ist – es geht hier nicht darum, dass ich gut dastehe. Meine Aufgabe ist es, die Mannschaft auf den Platz zu bringen, von der ich glaube, dass sie die größten Chancen hat, das Spiel zu gewinnen.“

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Manager Christian Heidel fügte hinzu: „Wir haben uns Anfang der Woche zum ersten Mal darüber unterhalten. Die endgültige Entscheidung wurde am Mittwoch getroffen. Ralf Fährmann ist ein sehr guter Torwart, der momentan einfach mal eine Pause bekommt.“

 
 

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